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Eishockey DEL - Eisbären feiern nach Sieg über Adler sechsten Meistertitel

Die Eisbären Berlin sind durch einen Sieg über die Adler Mannheim im fünften Finalspiel der DEL mit sechsfachen Meisterehren alleiniger Rekord-Titelträger. Urgestein Sven Felski könnte sich dabei besonders krönen - in seinem 1000. Ligaspiel schaffte sein Club den Rekord.

Die Eisbären Berlin haben sich ihren sechsten Meistertitel gesichert. Dank eines hart erkämpften 3:1 (0:1, 1:0, 2:0) im Alles-oder-Nichts-Match gegen die Adler Mannheim kürten sich Hauptstädter zum DEL-Rekordchampion und bescherten Urgestein Sven Felski nach dessen 1000. Ligaspiel die Meisterfeier.

Den Gastgebern war die Euphorie aus dem famosen Erfolg zwei Tage zuvor von Beginn an anzumerken, mit fast überfallartigen Angriffen startete Berlin in die Partie. Außerdem besannen sich die Eisbären offenbar auf ihr Erfolgsrezept aus Match vier, nämlich aus allen Lagen auf das Tor zu schießen - in Mannheim hatten die Statistiker nicht weniger als 55 Schüsse auf das Tor von Fredrick Brathwaite gezählt.

Eisbären beginnen druckvoll

Die Marschrichtung der Mannheimer änderte sich im Vergleich zu den vorigen Finalmatches ebenso nicht: Sicher in der Abwehr stehen und dann blitzschnell Gegenstöße einleiten. Nachdem die Adler den Anfangsdruck der Eisbären überstanden hatten, gelang dies auch immer besser. Eine Konsequenz davon war die Führung der Adler in der 14. Minute durch Frank Mauer. Nach einem Angriff über Yanick Lehoux hatte Frank Mauer aus dem rechten Bullykreis abschließen können, den Schuss konnte Rob Zepp nur an vorne abprallen lassen, so dass Ronny Arendt abstauben konnte.

"Ich hatte den Rebound und hatte ein leeres Tor", sagte Arendt in der ersten Drittelpause und meinte zum Auftreten seines Teams: "Das waren wir uns nach Sonntag schuldig." Eisbären-Verteidiger Frank Hördler forderte: "Wir müssen weiter so machen, dann ergeben sich Chancen. Wir müssen ein bisschen mehr auf das Tor bringen."

Im Duell der beiden besten Sturmreihen der Liga stahl das Berliner Trio Barry Tallackson, Darren Olver und Florian Busch ausgerechnet im wichtigsten Spiel der Saison den Mannheimer Top-Angreifern die Show. Waren Ken Magowan, Adam Mitchell und allen voran Playoff-Topscorer Christoph Ullmann in den ersten vier Partien von den Eisbären noch kaum zum stoppen, waren die drei im letzten Saisonspiel kein Faktor.

Tallackson mit dem Ausgleich

Die Adler kamen zunächst besser in den zweiten Spielabschnitt, doch mit fortlaufender Spieldauer wurden die Eisbären stärker und konnten in der 34. Minute schließlich ausgleichen. Einen phantastischen Aufbaupass von Nick Angell verlängerte Tallackson per Hacke auf Florian Busch, der dem durchlaufenden Tallackson die Scheibe mundgerecht auflegte. Eher ungewöhnlich für die Partie war dieser Treffer aus Mannheimer Sicht, da die Adler beim Ausgleichstreffer ausnahmsweise nicht sortiert waren.

Nur wenige Augenblicke danach brandete in der vollbesetzten Arena erneut Jubel auf, als John Sim einen Schlagschuss scheinbar einnetzte - der Puck knallte aber an die Latte (34.).

Immerhin war die Aktion Initialzündung für einen Schlussspurt, in dem zunächst Olver nach starker Vorarbeit von Busch und Tallackson vorbeischoss (37.) und auf der anderen Seite Matthias Plachta den Puck nicht im leeren Tor unterbrachte (39.).

Olver und Talbot machen den Sack zu

So ging es beim Spielstand von 1:1 in das Schlussdrittel. Die Eisbären erwischten den besseren Start, ein Solo von Darin Olver, der sich hinter dem Tor gegen Marcus Kink durchsetzte und alleine vor das Tor ziehen konnte, brachte die 2:1-Führung für die Gastgeber. Die Adler waren in der Folgezeit bemüht, den erneuten Ausgleich zu erzielen, allerdings verstanden es die Eisbären geschickt, die Scheibe fern des eigenen Tores zu halten, so dass Mannheim nur selten zu gefährlichen Möglichkeiten kam. Der Versuch der Adler, sich im Angriffsdrittel festzusetzen, eröffnete aber auch Breakmöglichkeiten.

Eine solche brachte schließlich auch die Entscheidung. Nach einem Sololauf von Julian Talbot hinderte ihn Shawn Belle regelwidrig am Abschluss. Den fälligen Penalty verwandelte Talbot (51.) zum 3:1. Ein Treffer mit Beigeschmack, zumal wenige Sekunden zuvor auf der Gegenseite ein Haken einen gefährlichen Abschluss von Frank Mauer unterband, in einer Partie, in der bis dahin ohnehin keine Strafen ausgesprochen wurden.

In der verbleibenden Spielzeit verteidigten die Eisbären die Führung, so dass nach 60 Minuten 14.200 Fans in Berlin für eine rauschende Meisterparty sorgen konnten und  obendrein mit Clubikone Sven Felski dessen 1000. DEL-Spiel zelebrieren konnten. Als bester Spieler der Finalserie wurde Barry Tallackson ausgezeichnet

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