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Eishockey: DEL-Analyse - Hoffnung für die DEG schwindet

Die Wasserstandsmeldungen der Düsseldorfer EG klingen bedrohlich. Nach einer konfusen Gesellschafterversammlung müssen die alten Machthaber den Traditionsklub verlassen. Die neuen Bosse versprechen den Verbleib in der DEL. Doch daran gibt es erhebliche Zweifel. Wir fassen zusammen.

Die Düsseldorfer EG – einer der schillerndsten und traditionsreichsten Vereine im deutschen Eishockey. Kaum ein anderer Club hat eine so erfolgreiche und bewegte Vergangenheit.

Acht Deutsche Meisterschaften sind Zeugnis für die Zeiten, als das Eisstadion an der Brehmstraße Spiel für Spiel ausverkauft war, Dauerkarten quasi vererbt wurden und Einzelkarten so gut wie nicht zu bekommen waren. Titel wurden in Serie gefeiert, zuletzt in den neunziger Jahren, als die DEG viermal in Folge die Meisterschaft feierte.

Illusionen sind verpufft

Gemessen an seiner Vergangenheit gibt der Club in der Gegenwart ein eher trauriges Bild ab. In den ISS-Dome, dem Nachfolger der Kultstätte Brehmstraße, verirren sich im Schnitt gerade einmal noch 4500 Zuschauer zu den Heimspielen der Gelb-Roten. Der Umzug in das neue Domizil sollte 2006 der Anbeginn einer erfolgreichen Zukunft werden. Wenige Jahre später ist diese Illusion wohl endgültig verpufft, und die so trostlos anmutende Multifunktionshalle wird womöglich gar zur Grabstätte des Clubs.

Im Mai gab die Metro-Gruppe ihren Rückzug als Haupt- und Namenssponsor bekannt. 2001 war das Unternehmen bei der DEG eingestiegen und hatte dem Club in den vergangenen zehn Jahren seinen Namen geliehen. Mit dem Ausstieg des Düsseldorfer Unternehmens fehlen nun Millionen in der Kasse, um den DEL-Betrieb für die nächste Saison sicherzustellen.

Nach Bekanntwerden des Metro-Ausstiegs begannen der DEG-Aufsichtsratsvorsitzende Joachim Suhr und sein Geschäftsführer Lance Nethery, zugleich sportlicher Leiter, fieberhaft mit der Suche nach einem Nachfolger. Das Vorhaben gestaltete sich zäh, kaum einer der potentiellen Geldgeber zeigte ernsthaftes Interesse.

Konkurs der letzte Ausweg?

Ob es am fehlenden Geschick oder mangelndem Einsatz der Verantwortlichen lag oder daran, dass Eishockey trotz der passablen Erfolge der DEG in den letzten Jahren (Vizemeister 2009) in Düsseldorf schlichtweg nur noch eine Handvoll Enthusiasten interessiert, ist schwer zu sagen. Ende November stand für das Duo fest, dass ihre Bemühungen, die DEG in der ersten Liga zu halten, gescheitert waren und der Weg in den Konkurs die einzige verbliebene Möglichkeit sei.

Dabei hatten sie die Rechnung allerdings ohne den Vorstand des DEG Eishockey e.V. gemacht. Der Stammverein hält seit dem Rückzug der Metro-Gruppe, die ihre Anteile für einen symbolischen Euro an diesen zurückverkauft hatte, wieder die Mehrheit an der GmbH, bei der das Profi-Eishockey der DEG angesiedelt ist.

In Person von Präsident Markus Wenkemann widersprachen die fünf Vorstände des Stammvereins auf einer Gesellschafterversammlung Anfang Dezember dem Vorhaben von Suhr und Nethery. Neben Wenkemann sind das Vize-Präsident Manfred Kirschenstein, Schriftführer Frank Merry, Jugendobmann Peter Mörsch und Schatzmeister Detlef Kemen.

Wenkemann legt Suhr und Nethery Rücktritt nahe

In unmissverständlicher Weise machte Wenkemann deutlich, dass das Quintett in Suhr und Nethery die Verantwortlichen für die Misere sieht und legte ihnen den Rücktritt nahe. Damit sei der Weg für neue Sponsoren frei, so zumindest zitiert Nethery den Auftritt des Vereinspräsidenten. Gerüchten zufolge soll sich auch die Stadt Düsseldorf gegen Aufsichtsratschef Suhr ausgesprochen haben. Aber wie auch immer sich dieser Disput tatsächlich abgespielt hat, seit dem Tag steht fest, das Duo Suhr/Nethery muss die DEG verlassen.

Als Sportchef bleibt Nethery noch bis Ende April im Amt, die Geschäftsführung wird er schnellstmöglich abgeben. Wenkemann und Co. suchen einen möglichst preiswerten Nachfolger, schon heute sollen Gespräche geführt und womöglich erste Entscheidungen getroffen werden. Im Raum steht auch eine vorübergehende Rückkehr von Nethery-Vorgänger Elmar Schmellenkamp.

Noch am Tag der Versammlung hatte Wenkemann die Rettung verkündet: "Die DEG wird auch in der kommenden Saison in der DEL spielen." Seinen Optimismus begründete der gelernte Malermeister damit, dass ein oder sogar mehrere Geldgeber bereitstünden, um die Zukunft des Düsseldorfer Erstliga-Hockeys sicherzustellen.

Die Skepsis wächst

Doch den Worten folgten bis heute keine Taten. Mit jedem Tag mehr, den Wenkemann den Beweis für seine Ankündigungen schuldig bleibt, wachsen die Zweifel am Überleben der Düsseldorfer DEL-Truppe. Und die Retter rudern längst zurück, die jüngsten Aussagen klingen eher kleinlaut und verzagt. Es gäbe noch viel zu tun, ließ Schriftführer Merry verlauten und verkündet statt sicherer Sponsoren nur noch "positive Signale aus der Wirtschaft".

"Wir kämpfen für die Zukunft dieser tollen Sportart in Düsseldorf", sagt Wenkemann, dem man Herzblut und Engagement für die Sache sicherlich nicht absprechen kann. Ob das am Ende genügt, den Club in der DEL zu halten, ist indes fraglich. Schenkt man Nethery Glauben, benötigt der Verein drei Millionen Euro um auch in Zukunft eine wettbewerbsfähige Mannschaft auf das Eis zu bringen. Wenkemann, der in der Stadt tief verankert ist, will diese Last auf viele Sponsoren verteilen.

Sollte die DEG nächste Saison tatsächlich weiter in der DEL spielen, wird die Düsseldorfer Zuschauer wohl eine Art Billigtruppe erwarten, die kaum noch Ambitionen für Höheres aufs Eis bringen wird. Einzig Daniel Kreutzer, Kapitän und Düsseldorfer Urgestein, hat einen Vertrag für die kommende Spielzeit. Die anderen Profis verhandeln bereits mit der Konkurrenz. Wie Beispielswiese Top-Torjäger Patrick Reimer, der wohl als erster Star vor dem Absprung steht.

Stellenwert in der Stadt schwindet

Angesichts des schon heute so großen Desinteresses in der Stadt ist das eine alles andere als rosige Aussicht. Zumal die Fußballer der Fortuna auf dem besten Wege sind, in die erste Liga einzuziehen. Im Schnitt wohnen schon jetzt 28.000 Zuschauer den Zweitliga-Heimspielen der Kicker bei. Ein eindeutiges Votum, das zeigt, wem das Wohlwollen und die Gunst des Düsseldorfer Sportpublikums gehört.

Ein Rückzug der Düsseldorfer EG aus der ersten Liga wäre ein Rückschlag für die DEL, die sich ohnehin immer schwerer tut, ihre Position hinter und neben den in Deutschland so populären Sportarten wie Fußball und Handball zu behaupten. Aber auch dem gesamten deutschen Eishockey würde etwas fehlen, gäbe es ausgerechnet in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt nach 1998 bis 2000 zum zweiten Mal kein Erstliga-Hockey mehr.

Aus der Tatsache, dass die DEG seinerzeit die schnelle Rückkehr ins Oberhaus geschafft hat, ziehen nicht wenige der verbliebenen treuen Fans ihre Hoffnung für die Zukunft. Dass die Traditionalisten unter ihnen gar von "ehrlichem Hockey" an der alt-ehrwürdigen Brehmstraße träumen und ihnen die Spielklasse dabei gleichgültig ist, bleibt dabei allerdings eher die Ausnahme.

Diesmal wäre der Sturz wohl noch tiefer als vor 13 Jahren und der Weg zurück an die Sonne noch weiter. Im Falle der Insolvenz droht der DEG die Oberliga. Ein Schicksal, das nicht einmal die Haie-Fans aus der Domstadt Köln dem ungeliebten Erzrivalen wünschen.

Daniel Pietzker

sportal.de / sportal

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Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?