Eishockey Eisbären Berlin sind Deutscher Meister


Erneuter Triumph: die Eisbären Berlin haben die Deutsche Meisterschaft im Eishockey gewonnen. Nach dem entscheidenden dritten Sieg bei der Düsseldorfer EG holten die Berliner ihren vierten Titel in fünf Jahren. Düsseldorf muss hingegen weiter auf den ersten Erfolg seit 1996 warten.

Die Eisbären Berlin bleiben mit ihrer vierten Meisterschaft in fünf Jahren das Maß der Dinge im deutschen Eishockey. Der Titelverteidiger gewann am Mittwoch trotz eines 0:2- Rückstandes 4:2 (0:1, 1:1, 3:0) bei den DEG Metro Stars und stellte im vierten Playoff-Finale den nächsten Triumph nach 2005, 2006 und 2008 sicher. Der achtmalige Titelträger aus Düsseldorf muss damit weiter auf das erste Championat seit 1996 warten.

Adam Courchaine (13./32.) brachte die Gastgeber mit seinen Playoff-Treffern elf und zwölf zunächst in Führung. Der Torjäger vergab zwischenzeitlich aber einen Penalty (22.) gegen die Berliner, die am Samstag an gleicher Stelle 1:3 verloren hatten. Nach dem schnellen Anschluss durch Tyson Mulock (33.) glich Kapitän Steve Walker (41.) aus. Andy Roach (48.) und Nathan Robinson (52.) besiegelten den Titel und zerstörten die DEG-Hoffnungen auf ein entscheidendes fünftes Finale am Freitagabend in Berlin.

"Wahnsinnig stolz"

"Wir sind wahnsinnig stolz, dass wir das geschafft haben", sagte Eisbären-Urgestein Sven Felski, der zum Zeichen des vierten Triumphes vier Finger zeigte. "Düsseldorf hat es uns sehr, sehr schwer gemacht. Deswegen freut mich sehr, dass wir gewonnen haben und nicht noch ein fünftes Spiel machen müssen", erklärte Felski, der am Donnerstagmittag wie die gesamte Mannschaft in der Berliner O2 World mit den Fans feiern will. DEG-Kapitän Daniel Kreutzer war naturgemäß frustriert: "Im Moment sind wir sehr enttäuscht. Wir hätten eigentlich im zweiten Drittel schon das Spiel klar machen müssen und haben die Berliner wieder zurückkommen lassen", sagte Kreutzer.

Die Metro Stars hatten zunächst einmal Glück, als der aufgerückte Verteidiger Richie Regehr bei Berliner Unterzahl nur den Pfosten des DEG-Tores traf (10.). Auch bei der Führung war etwas Glück dabei, Vorbereiter Brandon Reid schlug zunächst über die Scheibe und entschied sich dann für seinen maßgerechten Pass auf Courchaine.

Die 13.376 Fans im erstmals in dieser Saison ausverkauften ISS Dome durften sogar noch vor der ersten Pause auf das 2:0 hoffen, doch die Gastgeber ließen eine zweiminütige 5:3-Überzahl ungenutzt. Kurz nach dem Wechsel durfte Courchaine nach Foul von Deron Quint an Patrick Reimer zum Penalty antreten, Torhüter Rob Zepp ließ sich diesmal nicht narren und lenkte den Puck über die Latte. Im nächsten Versuch aber behielt der Kanadier wieder die Oberhand und traf in Unterzahl mit der Rückhand hoch ins kurze Eck.

Routinier Walker zur Stelle

Der Meister, der sich zunächst oft durch Strafen schwächte, erhöhte sofort das Tempo und kam durch Mulock heran, dessen Bruder Travis deutscher Nationalspieler ist. Nicht mehr helfen konnte den Eisbären Denis Pederson, der einen Schlagschuss auf den Fuß bekam. Dafür war Routinier Walker zur Stelle und fälschte zu Beginn des letzten Drittels in Überzahl einen Schuss von Deron Quint zum Ausgleich ins Netz ab.

Als Ryan Ramsay in der eigenen Zone den Puck über die Bande spielte und auf die Strafbank musste, nutzte Roach das aus und ließ 1.000 mitgereiste Berliner Fans vom Titel träumen. Robinson machte nach einem missglückten Ausflug von DEG-Schlussmann Jamie Storr alles klar und versetzte die Eisbären-Anhänger endgültig in Feierstimmung. Storr lenkte danach noch einen Penalty von Roach an die Latte (57.), doch das änderte an der Niederlage nichts mehr.

DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker