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Eishockey-WM: DEB-Team startet mit Sensationssieg gegen Russland

Traumhafter WM-Auftakt für die deutschen Eishockey-Cracks: Das Team von Trainer Uwe Krupp hat Russland sensationell mit 2:0 geschlagen. Aus der ganz starken Mannschaft ragte einer besonders heraus.

Mit einem historischen Sieg gegen Rekordweltmeister Russland hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft zum Beginn der 75. WM für eine Sensation gesorgt. Das Team von Bundestrainer Uwe Krupp landete mit 2:0 (0:0, 1:0, 1:0) in Bratislava im 38. Weltmeisterschaftsduell den ersten Sieg gegen den haushohen Favoriten. Thomas Greilinger (25. Minute) und Patrick Reimer (58.) machten den unerwarteten Auftakterfolg in der Gruppe A perfekt und sorgten für Hoffnung auf eine ähnlich erfolgreiche WM wie im vergangenen Jahr, als Deutschland im eigenen Land mit dem vierten Platz für das beste Ergebnis seit 1953 gesorgt hatte.

"Wir waren die bessere Mannschaft über 40 Minuten. Im letzten Drittel wurde es noch einmal eng, weil die Russen ja nochmal was machen mussten. Heute dürfen wir schon mal lachen und feiern", sagte der zum besten Spieler der Partie gekürte deutsche Keeper Dennis Endras, der zum wertvollsten Akteur der vorigen WM gekürt worden war.

"Irgendwann geht schon was rein"

Wie 2010 mit dem Auftaktsieg vor fast 80.000 Zuschauern auf Schalke gegen die USA legte das Team von Bundestrainer Uwe Krupp wieder einen Start nach Maß hin. Zugleich gelang gegen die "Sbornaja" die Revanche für das nur knapp mit 1:2 verlorene WM-Halbfinale von Köln 2010. "Die letzte WM spielt für uns keine Rolle mehr. Was 2010 passiert ist, ist vorbei", sagte Krupp noch vor dem Match.

Das Auftreten in der Orange-Arena von Bratislava erinnerte aber stark an den wundersamen Mai vor Jahresfrist. Im 95. Duell mit dem 25-maligen Weltmeister starteten die deutschen Cracks furios und hatten bereits im ersten Drittel die deutlich besseren Chancen. Trotz eines klar positiven Schussverhältnisses scheiterten Krupps Schützlinge immer wieder am derzeit vereinslosen NHL-Keeper Jewgeni Nabokow.

"Irgendwann geht schon was rein", sagte André Rankel nach der ersten Drittelpause. Der Stürmer vom deutschen Meister Eisbären Berlin sollte recht behalten. Im Mittelabschnitt überwand Greilinger vom ERC Ingolstadt Nabokow, der wegen seiner Weigerung, für die New York Islanders zu spielen, seit Januar ohne Spielpraxis in der stärksten Liga der Welt ist.

Endras ist der Fels in der Brandung

Das russische Starensemble reagierte mit wütenden Angriffen, scheiterte jedoch am überragenden Endras, der ebenfalls nahtlos an seine Leistung beim Turnier 2010 anknüpfte. Der künftige NHL-Torhüter der Minnesota Wild rettete unter anderem gegen Wladimir Tarassenko und Alexej Morosow grandios.

Auch im Schlussabschnitt war der Augsburger der Fels in der Brandung und ragte aus einer ganz starken deutschen Auswahl heraus. Wolfsburgs Kai Hospelt scheiterte zum Beginn des Schlussabschnitts noch am Pfosten. Mit einem Konter machte der Düsseldorfer Reimer, der den Puck per Rückhand in den Winkel schaufelte, dann den Triumph perfekt und animierte auch die slowakischen Fans zu Jubelstürmen.

Manuel Schwarz, DPA / DPA

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