HOME

ENGLAND: Schwarze Serie bei ManU

Kein Ende der Pechsträhne: Gerade musste die Mannschaft von David Beckham die fünfte Saisonniederlage hintereinander einstecken. Ist die Meisterschaft damit gelaufen?

David Beckham hatte ein schwarzes Wochenende: Erst musste der Kapitän der englischen Nationalmannschaft das »Hammerlos« für die WM-Endrunde verdauen, dann erlitt er mit Manchester United beim 0:3 gegen Chelsea London die fünfte Saisonniederlage in der Premier League. Während der Titelverteidiger als Siebter (21 Punkte) im Mittelmaß zu versinken droht, zieht der FC Liverpool an der Spitze weiter seine Kreise. Der Rekordmeister behauptete die Tabellenführung (29) durch ein 1:0 bei Derby County.

Auch Wortspiele helfen nicht

Mit einer Wortspielerei fand die englische Sonntagszeitung »The Observer« eine Erklärung für die schwarze Serie des Meisters. Die Anfangsbuchstaben der fünf Teams, gegen die »ManU« in dieser Saison in der Premier League verloren hat (Bolton, Liverpool, Arsenal, Newcastle und Chelsea), ergeben nämlich den Namen »Blanc.« Der französische Libero war dieses Mal allerdings nicht der Hauptschuldige an der Niederlage, die Melchiot (6.), Hasselbaink (64.) und Gudjohnsen (86.) besiegelten.

Meisterschaft gelaufen?

Für Alex Ferguson scheint die Meisterschaft gelaufen zu sein. »Ich glaube nicht, dass wir den Titel wieder gewinnen, wenn man berücksichtigt, dass wir bereits fünf Niederlagen erlitten haben«, meinte der Trainer, der sich am Saisonende in den Ruhestand verabschiedet. Die Buchmacher reagierten sofort auf die fünfte Saisonniederlage: Die Quote für eine Entlassung des Schotten wurde auf 10:1 gesenkt, für den vorzeitigen Rücktritt beträgt sie 7:4. »Zu Beginn der Saison erschien das undenkbar«, erklärte ein Sprecher der englischen Wettbüro-Kette Coral.

Kommt auch Übernahmeversuch?

Zusätzliche Sorgen bereiten dem Vorstand Meldungen, wonach die irischen Unternehmer JP McManus und John Magnier an einer Übernahme des Vereins interessiert seien. Die beiden Eigentümer von Pferdezuchten, Rennställen und Wettbüros sind enge Freunde von Pferdeliebhaber Alex Ferguson und besitzen bereits 8,65 Prozent der United-Aktien. Nun wollen sie nach Informationen des »Observer« den Anteil des Kabel- und Satelittensenders BSkyB (9,9 Prozent) erwerben, womit sie zum größten Inhaber von ManU-Aktien würden.

Wissenscommunity