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EUROPAMEISTERSCHAFT: Deutsche Handballer auf Medaillenkurs

Die deutschen Handballer bleiben bei der Europameistersdchaft auf Medaillenkurs. Durch eine kämpferische Leistung zwangen sie Spanien in die Knie.

Die deutschen Handballer bleiben bei der Europameistersdchaft in Schweden auf Medaillenkurs. Durch eine starke, kämpferische Leistung zwangen sie Spanien in die Knie und gewannen ihr schon verloren geglaubtes erstes Spiel der Hauptrunde mit 19:18 (8:9). Durch die geglückte Revanche für das Viertelfinal-Aus bei den Olympischen Spielen übernahm die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) mit 5:1 Punkten die Tabellenführung in der Gruppe 2. Der Olympia-Dritte Spanien hingegen fiel auf den vierten Rang zurück.

Beste Spieler im Team von Bundestrainer Heiner Brand waren Torhüter Henning Fritz (THW Kiel) und der Lemgoer Daniel Stephan.

»Das ist gut für uns«

In den Spielen zuvor hatte es bereits zwei Überraschungen gegeben. Weltmeister Frankreich kam beim 26:26 (12:14) gegen Island ebenso nur zu einem Remis wie anschließend der WM-Dritte Jugoslawien beim 24:24 (11:14) gegen Slowenien. »Das ist gut für uns«, schätzte der ehemalige Bundestrainer Horst Bredemeier ein. Island und Schweden haben jeweils 4:2 Punkte, Jugoslawien und Slowenien 1:5 Zähler.

»Man kann nicht immer nur tief stapeln«

»Wir müssen drei Spiele gewinnen, dann sind wir im Halbfinale«, hatte Bundestrainer Heiner Brand die Devise für die Hauptrunde ausgegeben. »Wenn wir es schaffen die Spanier zu schlagen, ist das für den Kopf wichtig. Dann kann alles weitere ein Selbstläufer werden. Unser Ziel war von vornherein das Halbfinale. Man kann nicht immer nur tief stapeln«, meinte auch Rechtsaußen Florian Kehrmann (TBV Lemgo) kämpferisch.

Missglückter Spielauftakt

Doch der Spielauftakt gegen die Spanier, an denen die DHB-Auswahl bei den Olympischen Spielen im Viertelfinale gescheitert war, verlief alles andere als gewünscht. Das Brand-Team geriet mit 0:2 in Rückstand. Es folgten technische Fehler, und viele Bälle wurden eine Beute des spanischen Torhüters David Barrufet. Selbst die in den vorangegangenen Spielen sicheren Torschützen Kehrmann und Stefan Kretzschmar trafen nicht. Allein dank der erneut aufmerksamen und kompromisslosen Abwehrarbeit hielten die Deutschen den Anschluss.

Platzwunde für Zerbe

Bangen musste die deutsche Mannschaft vorübergehend um den weiteren Einsatz von Volker Zerbe. Der Lemgoer hatte sich bei einer Abwehraktion eine Platzwunde neben dem linken Auge zugezogen. Diese wurde in der Kabine mit drei Stichen genäht, und der Rückraumspieler konnte anschließend weiter machen.

Starker Daniel Stephan

Im zweiten Durchgang schien der Olympia-Fünfte endgültig ins Hintertreffen zu geraten. Aber nach dem 9:13 (39.) startete das DHB- Team einen Aufholjagd und kam geführt vom starken Daniel Stephan auf 12:13 (44.) heran und glich beim 15:15 (49.) wieder aus. Der Lemgoer Christian Schwarzer warf die deutsche Mannschaft mit seinem ersten Treffer 17:16 (52.) in Front. Zuvor hatte der Spanier Alberto Entrerrios die Rote Karte gesehen, nachdem er im Stile eines Ringers Florian Kehrmann ausgehoben und zu Boden geworfen hatte.

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