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FC Bayern München: Drei Mal ohne Ismael

Valérien Ismael ist wegen seines Ellbogenchecks im Spiel gegen Arminia Bielfeld für drei Spiele gesperrt worden. Isamel findet die Strafe "ungerecht", weil er "provoziert" wurde.

Entgegen der Erwartungen des französischen Manndeckers und des Bayern- Vorstandschefs Karl-Heinz Rummenigge sperrte das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Ismael am Mittwoch im Einzelrichter- Verfahren für drei Spiele. Damit fehlt er dem FC Bayern München fast in der kompletten Schlussphase des Titelkampfes. "Ich finde es ungerecht", kommentierte der Verteidiger die Strafe.

Das DFB-Sportgericht wertete seine Attacke aus dem Punktspiel am Samstag (2:0) gegen Radomir Dalovic (19.) als krass sportwidriges Verhalten nach einer zuvor an ihm begangenen sportwidrigen Handlung. Da Schiedsrichter Michael Weiner den Check nicht gesehen hatte, konnte der Kontrollausschuss im Nachhinein ein Ermittlungsverfahren einleiten.

Ismael darf nun in der Meisterschaft erst wieder zum Saison- Kehraus gegen Borussia Dortmund zum Einsatz kommen. Beim DFB- Pokalfinale am 29. April in Berlin gegen Eintracht Frankfurt ist sein Einsatz ebenfalls gestattet. Fehlen wird er dagegen in den Punktspielen am Sonntag beim FSV Mainz 05, daheim gegen den VfB Stuttgart und am vorletzten Spieltag beim 1. FC Kaiserslautern.

Umstrittene Befreiungs-These

Ismael, der ebenso wie sein Gegenspieler schriftlich beim DFB zu dem Vorfall hatte Stellung nehmen müssen, versuchte auch nach dem Urteil, seine Attacke zu rechtfertigen. Er sei provoziert worden und habe sich lediglich aus der Umklammerung lösen wollen, wurde Ismael auf der Internetseite der Bayern (www.fcbayern.de) zitiert. Dennoch akzeptiere Ismael, der bis auf eine Begegnung nach einer Gelb-Roten Karte am ersten Spieltag keine Partie der Bayern in dieser Saison verpasst hatte, das DFB-Urteil, da seine Argumente beim Sportgericht anscheinend nicht anerkannt werden. Auch der Verein stimmte der Entscheidung bereits zu. Das Urteil ist damit rechtskräftig.

"Ich habe mich in besagter Situation mit dem rechten Arm losgerissen, weil mich der Bielefelder Spieler Dalovic geklammert hat", hatte Ismael gegenüber dem Sportgericht schriftlich erklärt. "Ich gehe davon aus, dass auf Grund der Faktenlage Valérien Ismael nicht bestraft wird", hatte Bayerns Vorstandsvorsitzender Rummenigge vor der Urteilverkündung noch gehofft.

DPA

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