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Interview im stern: Felix Neureuther: "Ich will es noch mal allen zeigen"

Felix Neureuther war eine der großen Medaillenhoffnungen im deutschen Alpin-Ski-Team, bis ihn ein Kreuzbandriss um die dritte olympische Teilnahme brachte. Im Interview mit dem stern spricht er über seine Comeback-Hoffnungen und die Verlogenheit von Olympia.

Felix Neureuther

"Ich will nicht so einfach verschwinden aus meinem Sport:" Felix Neureuther hofft auf ein Comeback im nächsten Winter

Trotz seines erlittenen Kreuzbandrisses ist Felix Neureuther davon überzeugt, im kommenden Winter sofort wieder in die absolute Weltspitze vorrücken zu können. "Ich will in die Form zurückkommen, in der ich vor dem Kreuzbandriss war. Und wenn mir das gelingt, wird es schwer werden, mich zu schlagen. Ich will es noch mal allen zeigen", erklärte Neureuther, 33, im großen Gespräch mit dem am Mittwoch erscheinenden Magazin stern. Neureuther hatte den ersten Weltcup-Slalom der Saison gewonnen, bevor er sich im Riesenslalom-Training die folgenschwere Verletzung zuzog, die ihn um die Teilnahme an seinen dritten Olympischen Spielen brachte. Ihm sei es aber wichtig, sein Karriereende selbst zu bestimmen, auch deshalb beende er nicht seine Karriere. "Ich will nicht so einfach verschwinden aus meinem Sport - und schon gar nicht als gebrochener Mann", erklärte Neureuther.

Felix Neureuther: Ich bin ernüchtert

Kritisch geht der 13-fache Weltcupsieger mit jenem Ereignis um, das er nun versäumt: "Ich bin ernüchtert. Dieses Flair, das die Winterspiele so einzigartig gemacht hat, schwindet immer mehr. Dieser Gigantismus, immer spektakulärere Bauten, immer mehr Disziplinen und auch der Versuch, immer mehr Geld rauszupressen - das hat mit der Idee von Olympischen Spielen nicht mehr viel zu tun." Sein Wunsch, noch einmal im südkoreanischen Pyeongchang Olympia zu erleben, sei deshalb eher "kopfgesteuert" gewesen. "Olympia ist immer noch ein Mythos, aber er wird immer hohler und löchriger.

 

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