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Golf: Danny Willett gewinnt die BMW International Open

19 Mal hatte Danny Willett sich im Vorfeld der BMW International Open über eine Platzierung in den Top Ten freuen dürfen, der große Wurf blieb ihm versagt. Und auch nach 72 Löchern auf dem Gut Lärchenhof war der Sieg noch nicht perfekt, der Engländer musste ins Stechen. Dort packte Willett dann den magischen Chip aus.

Danny Willett hat die BMW International Open in Köln-Pulheim gewonnen und damit den ersten Sieg auf der European Tour erreicht. Der Engländer musste allerdings lange um den Sieg zittern, denn nach vier Runden lag er zusammen mit Marcus Fraser auf dem geteilten ersten Rang (277). Im Stechen ging es munter weiter, bis am vierten Extraloch die Entscheidung fiel.

Nach der dritten Runde hatte Willett noch die alleinige Führung in der Tasche gehabt, verlor diese bei nicht wirklich angenehmen Witterungsbedingungen jedoch schnell an Fraser und auch Marcell Siem, der mit drei Birdies in den Tag gestartet war. Regen und Wind machten dem Engländer zu schaffen, doch mit zwei Birdies an Loch drei und vier blieb er in Reichweite.

Willett auch von einem Baum nicht aufzuhalten

Es blieb ein enges Rennen, da Willett an Loch neun, elf und 15 Bogeys zu verzeichnen hatte. Zuvor musste Siem allerdings alle Chancen auf einen Heimsieg begraben, denn sein Triple-Bogey an Loch sieben, gefolgt von zwei weiteren Bogeys ließen ihn zurückfallen. Am Ende reichte es immerhin zum geteilten sechsten Rang (279).

"Ich lerne jede Woche dazu und merke, dass ich unter Druck viel besser werde", sagte Siem. "Es ist unfassbar, wie viele Turniersiege ich schon weggeschmissen habe. Aber immerhin hatte ich am letzten Loch einen Putt, um ins Stechen zu kommen. Den Flug nach England zur Qualifikation für die British Open sagte Siem später ab.

Der Weg war frei für Fraser, der mit einem Birdie an der 16 die Führung übernahm, dann allerdings ein weiteres Bogey an der 18 spielte. Somit ging es ins Stechen und das verdankte Willett einem grandiosen Eisenschlag, mit dem er an der 18 ein Par rettete, nachdem ihm der Ball hinter einen Baum geflogen war.

Willett gewinnt das Drama im Stechen

Und da die Zuschauer bei schlechtem Wetter noch nicht genug im Regen gestanden hatten, lieferten sich beide Spieler ein wahres Drama. Die ersten drei Löcher wurden geteilt, dann versagten Fraser die Nerven. Willett hatte zuvor den Druck mit einem grandiosen Chip aus dem Rough gespielt und seinen Ball gut positioniert.

Fraser antwortete zwar mit einem starken Putt, der allerdings nicht fiel. Als er dann aus gut zwei Metern erneut verpasste, war die Messe gelesen und Willett durfte erstmals in seiner Karriere die Trophäe in die Luft heben. "Well done Danny Willet", schrieb Lee Westwood per Twitter und gratulierte seinem Landsmann zu dessen großen Erfolg.

Eine starke Leistung lieferte der Ire Paul McGinley ab, der am Schlusstag vor 12.000 Zuschauern eine 66er Runde absolvierte und am Ende das Stechen nur um einen Schlag verpasste. Zusammen mit Chris Wood und Gonzalo Fdez-Castano lag er auf dem geteilten dritten Rang. Bernhard Langer war hinter Siem der zweitbeste Deutsche. Der Altmeister landete mit 283 Schlägen auf Rang 23.

Gunnar Beuth

sportal.de / sportal
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