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Golf: Kevin Na übernimmt Führung beim Players Championship – Kaymer 14.

Kevin Na eckt mit seinem langsamen Spiel auch nach eigener Aussage so manches Mal an, auf der dritten Runde beim Players Championship lief er sogar in Gefahr eines Strafschlags. Doch der Erfolg gab ihm Recht: Mit einer fehlerfreien Runde hat er die Führung auf dem TPC-Sawgrass-Kurs übernommen. In Schlagweite zur Top Ten liegt indes Martin Kaymer.

Das Golfspiel des Kevin Na ist nicht Jedermanns Sache: Er nimmt sich Zeit, betrachtet den Ball aus jedem Winkel und setzt auch gerne noch einmal an, bevor er den Ball abschlägt. Auf der dritten Runde der Players Championship zahlte sich seine Spielweise aus: Mit einer fehlerfreien 68er Runde übernahm er mit insgesamt 204 Schlägen die Führung vor Matt Kuchar (205).

"Es steht halt so vieles auf dem Spiel, da muss ich einfach neu ansetzen. Oder ich zwinge mich, den Schlag einfach nochmal zu überdenken", erklärte Na seinen Stil gegenüber espn.com. "Das ist nicht schön anzusehen, aber das ist auch hart für mich."

Nas Wettlauf mit der Zeit

Glück hatten Na und sein ebenfalls langsamer Flight-Partner Zach Johnson, dass ihre Spielweise, im Falle Na laut eigener Aussage vor allem einer Änderung im Schlag geschuldet, nicht von der PGA bestraft wurde. Die beiden waren nach den ersten neun Löchern zu einem schnelleren Spiel ermahnt worden. Am 16. Loch wurde Na dann offiziell verwarnt, als er länger als die zugestandene Zeit für den Schlag brauchte, weil der Schatten eines Caddies ihn gestört hatte

Eine weitere Verwarnung hätte zu einem Schlag Strafe geführt – ein Penalty, der in den letzten 20 Jahren nicht mehr auf der PGA-Tour ausgesprochen wurde. Am 18. Loch nahm er jedoch nur einmal erneut Maß und brachte dieses mit einem Birdie zu Ende, dass ihm die Führung vor Kuchar bescherte.

Kaymer 14. - Woods spielt Par

Martin Kaymer hielt indes Tuchfühlung an den bedächtigen Na und absolvierte seine Samstagsrunde mit 70 Schlägen. Damit liegt er mit insgesamt 212 Schlägen auf dem geteilten 14. Platz, nur einen Schlag hinter den zehnten Plätzen.

Tiger Woods absolvierte seine Runde dagegen in Par und lag somit auf dem geteilten 34. Platz. "Ich hab zwar gut gespielt, aber das hat mir auf dieser Runde nichts genützt", zitierte espn.com Woods. "Das war vielleicht meine solideste Golfrunde des Jahres. Sie hat mir nur nichts gebracht."

Sven Kittelmann

sportal.de / sportal

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