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Golf: St. Andrews - Kaymer stark, Nobody Fleetwood stärker

Martin Kaymer träumt nach einer weiteren starken Runde immer noch von der Titelverteidigung bei der Alfred Dunhill Links Championship. Doch die Show stahl dem Deutschen und den anderen Stars in St. Andrews ein gerade erst 20-jähriger englischer Newcomer - Tommy Fleetwood.

Martin Kaymer liegt auch nach der zweiten Runde der Alfred Dunhill Links Championship noch aussichtsreich im Rennen. Nach einer starken 67er-Runde darf der Deutsche (-9) weiter von der ersehnten Titelverteidigung in St. Andrews träumen.

Auf dem Kurs in Carnoustie hatte Kaymer sieben Birdies gespielt, ehe er an der 16 und 17 mit je einem Bogey sein Ergebnis noch etwas schmälerte und hinterher entsprechend seine Runde bilanzierte. "Ich habe sehr gut gespielt, natürlich bin ich aber ein bisschen über das Ende enttäuscht", so Kaymer laut dapd.

Damit liegt der Deutsche vor der dritten Runde nur drei Schläge hinter den beiden Spitzenreitern. Mit je -12 thronen Michael Hoey und ein Mann, den mancher wegen seines prominenten Nachnamens beim oberflächlichen Blick auf die Startliste wohl eher als Promi aus dem Musikbusiness identifiziert hätte - Tommy Fleetwood.

Newcomer mit starker 63er-Runde

Doch mit US-Schlagzeuger und Songwriter Mick Fleetwood hat der erst 20-jährige Brite nur den Nachnamen und vielleicht virtuosen Umgang mit Stöcken gemeinsam. Den Golfschläger beherrscht Tommy nämlich hervorragend, wie er schon am ersten Tag mit einer 69 gezeigt hatte und am zweiten Tag mit einer 63 auf dem Kingbarns-Kurs noch einmal deutlich unterstrich.

Neun Birdies bei keinem einzigen Bogey glückten dem Jungen, der sich vor drei Wochen durch den Gewinn der Kazakhstan Open, seinem ersten Sieg auf der Challenge Tour, die Spitze der zweitklassigen Serie und damit die Tour-Karte für die European Tour 2012 hatte sichern können. Vor einem Jahr hatte er die volle Spielberechtigung noch in der Qualifying School verpasst.

Unerwarteter Coup von Fleetwood

Doch dass er als eine der größten Zukunftshoffnungen der Szene einen Platz verdient, unterstrich er vor einer Woche als Zehnter bei der Austrian Open. Und jetzt die starken ersten beiden Runden bei der Links Championship. 

"Das ist etwas unerwartet, um ehrlich zu sein“, erklärte er fast selbst von seinem Auftritt überrascht auf europeantour.com. "Allein schon hierher eingeladen worden zu sein und die Luft hier zu schnuppern, war klasse."

Doch jetzt darf er mit einigen der größten Namen der Szene um den Titel kämpfen. "Ich weiß jetzt, wo ich im nächsten Jahr spiele und das gibt mir Selbstvertrauen“, erklärte er angesichts seiner gesicherten Spielberechtigung.

"Jetzt wollen wir doch mal sehe, ob ich da auch mithalten kann“, erklärte er und wagte bereits den Blick auf die beiden nächsten Tage. Als Flightpartner würde er sich vor allem für die Schlussrunde Martin Kaymer oder Lee Westwood wünschen - "das wäre schon sehr cool“. Und dann hätten wir dann doch noch eine weitere Parallele zu Mick Fleetwood gefunden: "Don't stop thinking about tomorrow."

Malte Asmus 

sportal.de / sportal

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