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Golf: USA behaupten Führung beim Presidents Cup

Die USA liegen vorn und Tiger Woods ist weiter sieglos – die Geschichte des Tages waren aber die unglaublich harten Bedingungen. Adam Scott sprach am zweiten Tag des Presidents Cups in Melbourne von einem "Massaker", Greg Norman gab den Schwierigkeitsgrad auf einer Skala von eins bis zehn mit elf an.

Das Team aus den USA hat am zweiten Tag des Predidents Cups in Melbourne die Führung behauptet und die internationale Auswahl mit 7:5 in Schach gehalten. Tiger Woods konnte wie beim Auftakt keinen Punkt für seine Mannschaft beisteuern.

Die sportlichen Geschehnisse wurden jedoch von den unfassbar harten Bedingungen auf dem Kurs des Royal Melbourne Golf Clubs in den Hintergrund gedrängt. Hitze, starker Wind und die Trockenheit haben den sowieso schon anspruchsvollen Kurs zusätzlich erschwert.

Adam Scott, der an der Seite von Kyung-tae Kim sein Fourball-Match gegen das US-Duo Phil Mickelson und Jim Furyk mit 2 und 1 verlor, fand drastische Worte. "Das ist ein ''Massaker'' heute auf so einem Golfplatz", erklärte er bei espn.com. "Gott sei Dank ist das Match Play, so dass wir unsere Schläge nicht zählen", fuhr er fort.

Eine echte Herausforderung für die Spieler

Greg Norman, der Kapitän der Weltauswahl (ohne Europäer), beschrieb die Bedingungen am Beginn des Tages so: "Auf einer Skala von eins bis zehn würde ich eine elf geben“, wurde er bei pgatour.com zitiert. Als er am Ende des Tages etwas Wasser auf das Grün goss, perlte dieses auf dem harten Untergrund ab, statt im Boden zu versickern. "Ich glaub, das würde sonst nirgendwo auf der Welt passieren" erklärte er. 

Die Verantwortlichen hatten die Grüns über Nacht ausnahmsweise nicht gemäht, da sie Angst hatten, dass der Ball ansonsten überhaupt nicht mehr zum Halten kommen würde. Und trotzdem kämpften die Spieler mit den brettharten und extrem schnellen Grüns. "Nicht einmal mit dem Wedge hielt der Ball an und selbst beim Putten musste man den Wind beachten", schilderte Woods seine Eindrücke auf der Homepage der PGA.

Woods noch sieglos 

Tiger Woods ist der einzige Spieler des US Teams, der noch keinen Punkt zur Führung seiner Mannschaft beigetragen hat. Er verlor an der Seite von Dustin Johnson nach 18 Löchern denkbar knapp gegen die Australier Aaron Baddeley und Jason Day.

Baddeley rettete diesmal am letzten Loch mit einem schwierigen Par-Putt den Sieg, nachdem er und Day am Vortag auf den letzten zwei Löchern noch einen Vorsprung verspielt hatten. "Gestern war ich sehr enttäuscht und hatte das Gefühl, Jason im Stich gelassen zu haben. Daher war es großartig heute mit diesem Par am letzten Loch durchzukommen", erklärte Baddeley bei pgatour.com.

Beeindruckend an den ersten beiden Tagen war die Vorstellung von den Amerikanern Webb Simpson und Bubba Watson, die zweimal gegen Ryo Ishikawa und Ernie Els gewannen. Einen weiteren Punkt für die USA holten Matt Kuchar/Steve Stricker (gegen Robert Allenby/Y.E. Yang). Für die Weltauswahl waren Geoff Ogilvy/K. J. Choi (gegen Bill Haas/Nick Watney) sowie Retief Goosen/Charl Schwartzel (gegen Hunter Mahan/David Toms) erfolgreich.

Am Samstag steht ein Marathonprogramm mit fünf Foursomes und fünf Fourballs auf dem Programm, ehe der Presidents Cup am Sonntag mit den zwölf Einzeln beendet wird.

sportal.de / sportal

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