Gruppe C Keine Handball-Großmächte


Polen, Brasilien und Argentinien sind keine Handball-Großmächte. Die Vorrunden-Gegner dürften für die Deutschen kein Problem darstellen - schließlich rechnet man sich selbst zu den Favoriten.

Polen

Großer Hoffnungsträger der Polen ist ein Deutscher: Der ehemalige Nationalspieler Bogdan Wenta soll die Handballer aus dem Nachbarland als Auswahltrainer bei ihrer achten WM-Teilnahme wieder zurück in die Weltspitze führen. Ihre größten Erfolge feierten die Polen zwischen 1974 und 1982: WM-Vierter 1974, Olympia-Dritter 1976, WM-Sechster 1978 und WM-Dritter 1982.

Das Endrundenturnier vor zwei Jahren hingegen hatten die Polen verpasst. Beim SC Magdeburg hat Wenta als Club-Trainer mit Karol Bielecki, Grzegorz Tkaczyk und Bartosz Jurecki gleich drei seiner Auswahlakteure unter täglicher Beobachtung. Ebenfalls in der Bundesliga spielen unter anderem Slawomir Szmal (Kronau/Östringen) sowie die Brüder Marcin (Flensburg-Handewitt) und Krzysztof Lijewski (Hamburg).

Brasilien

Von den Erfolgen ihrer berühmten Landsleute wie Pele, Ronaldo, Dunga oder Ronaldinho sind die Handballer noch weit entfernt. Bei ihren bislang sechs WM-Teilnahmen nacheinander war eine Top-Ten-Platzierung in unerreichbarer Ferne. Der 16. Rang beim Turnier 1999 in Ägypten war der größte WM-Erfolg.

Auf ihrem Kontinent aber sind die Südamerikaner bereits ganz oben angekommen: Durch einen 28:23- Endspielerfolg gegen Argentinien sicherte sich der deutsche Auftaktgegner mit dem Heimvorteil erstmals den riesigen Pokal des Panamerika-Meisters. Bekanntester Spieler der Auswahl von Trainer Jordi Ribera ist Bruno Souza, der vor dieser Saison von Frisch Auf Göppingen zum HSV Hamburg gewechselt war.

Argentinien

Die Argentinier sind die dominierende Handball-Mannschaft auf dem amerikanischen Kontinent. Seit 1998 standen sie unterbrochen in den Finals der Panamerika-Meisterschaften und gewannen den Titel drei Mal nacheinander (2000, 2002, 2004). Auch bei Weltmeisterschaften ist Argentinien seit 1997 in ununterbrochener Reihenfolge präsent.

Allerdings stehen große Erfolge noch aus. Der 15. Platz bei der WM 2001 in Frankreich ist das bislang beste Resultat. Allerdings ließen die Argentinier beim Turnier 2003 in Portugal aufhorchen: Sie gewannen in der Vorrunde mit 30:29 gegen Kroatien und brachten dem späteren Weltmeister die einzige Niederlage bei. Bekanntester Spieler ist Eric Gull (CBM Valladolid), der auch einen Schweizer Pass hat.

DPA DPA

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