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Handball: Dänemark ist Handball-Europameister

Dänemark hat sich nach den beiden Auftaktniederlagen bei der EM in Serbien im Finale auch vom Gastgeber aus Serbien nicht mehr stoppen lassen und mit 21:19 den zweiten Europameister-Titel nach 2008 errungen. Damit verhinderten die Skandinavier auch den dritten serbischen Sport-Triumph an diesem Sport-Sonntag.

Ausgerechnet im Finale der Handball-Europameisterschaft waren die beiden Rückraum-Stars der Serben dem Druck nicht gewachsen. Momir Ilic und Marko Vujin trafen zusammen nur vier Mal bei 19 Versuchen und so durfte sich Dänemark am Ende über einen 21:19-Sieg und den zweiten Europameistertitel seit 2008 freuen.

Serbien musste auf Zarko Sesum von den Rhein-Neckar Löwen verzichten, der, nachdem er nach dem Halbfinale gegen Kroatien einen Gegenstand ins Auge geworfen bekommen hatte, zur Beobachtung in einer Klinik bleiben musste.

Dänemark von Beginn an vorn

Vor 20.000 Zuschauern in der Belgrad-Arena eröffnete Mikkel Hansen die Torjagd für die Dänen in der dritten Minute. Es dauerte bis zur sechsten Minute, bis Dänemarks Torwart Niklas Landin zum ersten Mal überwunden wurde: Rajko Prodanovic verkürzte auf 1:2. Momir Ilic, vor dem Spiel zum wertvollsten Spieler des Turniers gewählt, tauchte zu Beginn der Partie völlig ab und verwarf seine ersten vier Würfe, erst in der 25. Minute war der Spieler vom THW Kiel zum ersten Mal erfolgreich - per Siebenmeter.

Aber auch ohne ihren Star blieben die Serben zunächst im Spiel und an den Dänen dran. Im Mittelpunkt der ersten Hälfte standen die beiden Torhüter, die mit hervorragenden Quoten glänzen konnten. Landin hielt sensationelle 61 Prozent der Würfe auf sein Tor und sein Gegenüber Darko Stanic parierte kaum weniger schlechte 55 Prozent. Mit einer verdienten 9:7-Führung für Dänemark ging es in die Pause.

Zwei schnelle Tore nach der Pause

Aber auch in den zweiten Durchgang erwischten die Skandinavier den besseren Start. Nikolaj Markussen überwand Stanic aus der Distanz. Der 2,12-Meter-Riese setzte auch den nächsten Treffer und schon waren die Dänen auf vier Tore davongeeilt. Aber die Serben konterten und kamen schnell auf einen Treffer heran (10:11, 39. Minute).

Immer, wenn sich die Serben Hoffnungen machten, wieder besser in die Partie zu kommen, drehten die Dänen auf und Landin machte hinten den Laden dicht. Dänemark führte nach 46 Minuten mit 16:12. Drei Tore später waren die Serben wieder im Spiel und hatten nur noch einen Treffer Rückstand.

Mikkel Hansen nicht zu stoppen

Bei den Dänen entwickelte sich Mikkel Hansen immer mehr zum spielentscheidenden Mann. Mit fünf Toren in 15 Minuten hielt er sein Team beinahe im Alleingang in Führung. Insgesamt war er neun Mal erfolgreich. Zusammen mit Keeper Landin, auf den sich die Rhein-Neckar Löwen ab dem Sommer freuen dürfen, war er der Sieggarant beim 21:19-Sieg.

Doch auch Serbiens Sportfans hatten Grund zum Feiern: EM-Silber war der größte Erfolg der Handballer seit dem WM-Titel für Jugoslawien 1986. Zuvor hatten am "serbischen Sonntag" Tennis-Held Novak Djokovic bei den Australian Open und die Wasserballer bei der EM in Eindhoven ihre Endspiele gewonnen.

sportal.de / sportal

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