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Lance Armstrong: Ein Rächer kehrt zurück

Der siebenmalige Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong überlegt sich, nach den Doping- Anschuldigungen noch einmal die Frankreich-Rundfahrt zu bestreiten.

Der 33-jährige Amerikaner hatte in diesem Sommer eigentlich seinen endgültigen Abschied erklärt. "Ich will die Chancen nicht in Prozent ausdrücken, aber ich will es nicht länger ausschließen", erklärte Armstrong zu einem möglichen Comeback auf seiner Internet-Homepage. "Ich genieße meine Zeit als zurückgetretener Athlet mit Sheryl und den Kindern, doch die jüngste Schmierenkampagne aus Frankreich hat meinen Kampfgeist geweckt", sagte der Texaner, der sich gerade mit Rocksängerin Sheryl Crow verlobte und drei Kinder aus seiner geschiedenen Ehe hat. Erste Andeutungen über ein Comeback machte Armstrong bereits in einem Zeitungsinterview. "Ich denke, auf diese Art könnte ich die Franzosen am meisten ärgern", sagte er in dem Interview der Zeitung "American-Statesman" in Austin in Texas. Am Dienstag erklärte zunächst ein Sprecher Armstrongs, es habe sich nur um einen Witz gehandelt.

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Chance auf den Sieg

Armstrong wird nach der nachträglichen positiven Analyse von sechs B-Proben aus dem Jahr 1999 beschuldigt, während seines ersten Tour- Siegs das Blutdopingmittel EPO benutzt zu haben. Die Proben waren im französischen Labor in Chatenay-Malabry gelagert. Öffentlich gemacht hatte den Vorgang die Sportzeitung "L’Equipe".

Nicht informiert von der möglichen Kehrtwende war die Führung von Armstrongs bisherigem Team Discovery Channel. "Das klingt ganz nach Lance. Es lässt alles offen, und die Motivation ist klar. Er ist enorm stolz auf seinen Ruf", sagte Teamchef Dan Osipow. "Die Umstände ändern sich eben. Wir wissen alle, dass er sich fit halten wollte. Wenn ein gewisser Fahrer aus Texas zum Team stoßen will, werden wir Platz haben." Armstrong, der Miteigentümer des Rennstalls ist, könne die Tour noch einmal gewinnen.

DPA

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