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Leichathletik-WM in Peking: US-Läuferin jubelt zu früh - Medaille futsch

Molly Huddle lief aufs Ziel zu, sie hatte die Bronzemedaille vor Augen, riss die Arme hoch und jubelte. Doch dann gab's eine Lektion fürs Leben.

Holly Muddle jubelt, ihre Teamkollegin Emily Infeld zieht in letzter Sekunde vorbei.

Zu früh gefreut: Bei der Leichtathletik-WM jubelt Holly Muddle, ihre Teamkollegin Emily Infeld zieht in letzter Sekunde vorbei.

Im Fußball werden Spieler oder Trainer häufig dafür belächelt, wenn sie mal wieder diesen scheinbar abgedroschenen Spruch bringen, der da lautet: Das Spiel ist erst zuende, wenn der Schiedsrichter abpfeift. In der Leichtathletik gibt es keinen Schlusspfiff, doch der Sinn des Spruches lässt sich ohne Probleme auch aufs Laufen übertragen. Das 10.000-Meter-Rennen ist erst beendet, wenn man über die Ziellinie gelaufen ist.

Die 30-jährige US-Amerikanerin Molly Huddle weiß das natürlich. Und doch ignorierte sie den Spruch. Bei der Leichtathletik-WM in Peking jubelte sie Augenblicke vor der Ziellinie, sie dachte, sie würde die Bronzemedaille gewinnen. Doch leider schlich sich just in dem Moment ihre Teamkollegin Emily Infeld vorbei. Drückte ihren Kopf nach vorne und schnappte Huddle die Medaille weg.

Huddle war nach der Aktion untröstlich. Es dürfte eine Lektion fürs Leben gewesen sein. Vielleicht wird sie ja sogar noch Fan von abgedroschenen Sprüchen.

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