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NBA: Die Mavericks verlieren erneut, Spurs und 76'ers mit Siegen

Die Dallas Mavericks haben binnen vier Tagen auch ihr drittes Spiel in Folge verloren. In Cleveland gab es gegen die heimischen Cavaliers eine 88:91-Niederlage, und einmal mehr war dafür ein desolates drittes Viertel verantwortlich.

Für Dirk Nowitzki war es zwar ein Tag, der in einem persönlichen Triumph endete. Für sein Team, die Dallas Mavericks, war es hingegen wohl der endgültige Beweis, das ihnen Halbzeitpausen nicht gut tun. Nachdem ihnen bereits im letzten Spiel gegen die Pacers das schwache dritte Viertel das Genick brach, gab es nach guter erster Halbzeit auch gegen die Cavaliers den Einbruch im Viertel nach der Pause.

Nach einem starken Beginn im Anfangsabschnitt gingen die Mavericks mit acht Punkten Vorsprung in die Halbzeit, und nichts deutete darauf hin, dass das Spiel ihnen ähnlich dem gegen Indiana aus den Händen gleiten könnte. Jason Terry schien sein Händchen wiedergefunden zu haben und auch Lamar Odom und Delonte West, am Vorabend noch Totalausfälle, konnten mit einigen guten Aktionen punkten.

Das verflixte dritte Viertel

Doch dann begann das gefürchtete dritte Viertel, und die Mavericks fielen wieder zurück in den mittlerweile gewohnten Rhythmus. Würfe wurden zu schnell genommen, in der Defensive häuften sich die Abstimmungsprobleme, und kaum hatte man sich versehen, hatten die Cavaliers angeführt von Rookie-Sensation Kyrie Irving mit einem 13-Punkte-Lauf die Führung übernommen.

Nowitzki selbst, der Dank seiner am Ende 24 Punkte auf Rang 22 der ewigen Punkte-Rangliste der NBA aufstieg und mit weiteren 24 Zählern im nächsten Spiel gar auf Platz 21, vorbei an Adrian Dantley, klettern kann, konnte in besagtem dritten Viertel keinen seiner fünf Versuche verwandeln.

Eklatante Reboundschwäche

Im Schlussabschnitt fand Nowitzki dann zwar seinen Shootingtouch wieder, doch die Aufholjagd der Mavs kam zu spät, denn besonders in der Zone kam Cleveland immer wieder zu einfachen Körben. Bester Mann bei Cleveland war Irving, der mit 20 Punkten und 7 Assists glänzen konnte, aber auch Antawn Jamison (19 Punkte) sowie Alonzo Gee (12 Punkte) und Anderson Varejao (17 Punkte, 17 Rebounds) waren zu großen Teilen für den Sieg verantwortlich.

Dallas scheiterte, wie schon gegen die Pacers, auch an der Reboundschwäche. Nur vier Offensivrebounds standen deren 17 der Cavaliers gegenüber – da nütze auch die wesentlich bessere Wurfquote im Gegensatz zu den Gastgebern nichts. Immer deutlicher macht sich die Abwesenheit des besten Defensivspielers der Meistersaison, Tyson Chandler, bemerkbar – auch, weil die als Ausgleich eingeplanten Brendan Haywood (5 Rebounds, 10 Punkte) sowie der heute nicht eingesetzte Iam Mahinmi nicht mal ansatzweise gleichwertigen Ersatz darstellen.

Dallas rutscht damit auf den achten und letzten Playoff-Platz in der Western Conference, ein halbes Spiel vor dem engsten Verfolger, den Houston Rockets. In den nächsten Spielen geht es für die Mavs nun nach drei Tagen Ruhepause auswärts gegen die Denver Nuggets sowie gegen die Minnesota Timberwolves, zwei direkte Mitkonkurrenten um die Playoff-Plätze

Parker setzt sich Spurs-Denkmal – Griffin verpasst Triple-Double knapp

Eine überraschende Niederlage musste der Tabellenführer im Westen, Oklahoma City Thunder, einstecken. Im Auswärtsspiel in San Antonio gab es ein deutliches 107:96 zu Gunster der gastgebenden Spurs. Überragender Mann dabei war der Franzose Tony Parker, der nicht nur 42 Punkte erzielen konnte, sondern mit seinen 9 Assists auch auf einen Karrierewert von 4.477 Vorlagen kommt – und damit den bisherigen Rekordhalter bei den Spurs, Ex-Mavericks-Coach Avery Johnson, überholen konnte.Die Spurs steigerten ihre Heimbilanz auf 13-1 und sind weiterhin das heimstärkste Team der Liga.

Gut erholt von ihren Niederlagen in den letzten Spielen zeigten sich die Los Angeles Clippers sowie die Philadelphia 76'ers. Die Clippers konnten zum Auftakt ihres sechs Spiele andauernden Roadtrips bei den Washington Wizards mit 107:81 einen überzeugenden Sieg feiern. Dabei kam Blake Griffin auf 21 Punkte, 11 Rebounds und 8 Assists und verpasste das Triple-Double nur um 2 Vorlagen – ohne im vierten Viertel überhaupt noch ins Spiel einzugreifen.

Die 76'ers konnten in ihrem Auswärtsspiel bei den Atlanta Hawks sogar den Ausfall ihres Stars Elton Brand kompensieren. Beim 98:87-Sieg konnten sechs Philly-Spieler zweistellig punkten. Die 76'ers untermauerten damit einmal mehr ihren Ruf als wohl momentan am ausgeglichenst besetzten Teams der Liga.

Oliver Stein

sportal.de / sportal

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