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NBA-Finale: Lakers wollen Titel im Schnelldurchgang

Im zweiten Finalspiel in der NBA haben die Los Angeles Lakers gegen die Orlando Magic knapp gewonnen. Die Lakers benötigen somit nur noch zwei weitere Siege zum 15. Titelgewinn. Superstar Kobe Bryant war erneut bester Werfer.

Nach dem Zittersieg vor eigener Kulisse wollen die Los Angeles Lakers im Schnelldurchgang auf fremdem Parkett den 15. NBA-Titel unter Dach und Fach bringen. "Wir reisen nach Orlando, um das Ding dort klarzumachen. Wir sind heiß auf die Krone", kündigte Lakers-Erfolgsgarant Kobe Bryant mit Blick auf die bevorstehenden beiden Partien bei den Orlando Magic an. 29 Punkte erzielte der Superstar am Sonntag (Ortszeit) beim 101:96 nach Verlängerung in Los Angeles und war damit erneut maßgeblich am zweiten Sieg im zweiten Finalspiel um die Meisterschaft in der nordamerikanischen Profiliga beteiligt. In Partie Nummer eins hatten die Lakers sogar noch klarer mit 100:75 die Oberhand behalten.

"Ich bin erleichtert, denn Orlando war heute richtig gut und hatte durchaus die Chance zu gewinnen", betonte Lakers-Trainer Phil Jackson, der selbst nur noch zwei Siege von seinem zehnten Meistertitel und somit einer neuen NBA-Rekordmarke entfernt ist. Gegner Orlando wartet indes weiterhin auf den ersten Endspielsieg der Vereinsgeschichte.

Schlechtes Beispiel Mavericks

Doch ein Rückblick ins Jahr 2006 sollte Warnung genug für Kobe & Co. sein: Damals führten Dirk Nowitzki und seine Dallas Mavericks in der Finalserie nach zwei Heimsiegen gegen Miami Heat ebenfalls mit 2:0, zeigten sich im Sonnenschein-Staat Florida dann aber von ihrer Schattenseite und verloren alle drei Spiele. Am Ende der Endspiel-Serie hieß es 2:4 aus Sicht der "Mavs".

Zudem präsentierte sich Orlando gut erholt von der Start-Demontage und beim zweiten Final-Aufeinandertreffen absolut ebenbürtig. Und das, obwohl ihr eigentlich bester Mann, Dwight Howard, erneut nicht überzeugen konnte. Der Center, der beim entscheidenden Sieg gegen das Topteam der Vorrunde, Cleveland Cavaliers, noch 40 Punkte erzielt hatte, kam auf für ihn bescheidende 17 Zähler. Zudem unterliefen ihm sieben Fehlpässe.

Chance nicht genutzt

Dass Orlando dennoch die favorisierten Lakers in die Verlängerung zwang, lag zum einen an den stark spielenden Rashard Lewis und Hedo Turkoglu, die 34 und 22 Punkte erzielten. Zum anderen an Coutney Lee. Der Rookie hatte mit der Schluss-Sirene der regulären Spielzeit sogar die Chance zum Sieg, sein Korbleger landete jedoch an der Ringkante.

"Wir haben die Chance nicht genutzt. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Ein großartiger Pass von Turkoglu, aber Courtney macht den Ball leider nicht rein", meinte Magic-Trainer Stan Van Gundy. Für Orlando war es im sechsten Finalspiel die sechste Niederlage. 1995 hatten die Magic mit dem damals nach jungen Shaquille O'Neal 0:4 in der Endspiel-Serie gegen die Houston Rockets verloren.

Heiko Oldörp/DPA / DPA

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