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NBA: Immer noch keine Einigung - Zittern um die NBA-Saison

Fans der NBA müssen weiter um den Saisonausfall zittern. Leichte Annäherungen in Systemfragen, aber auch ein verstrichenes Ultimatum stehen nach einer weiteren Verhandlungsrunde von zwölf Stunden als unbefriedigendes Ergebnis. Immerhin: Man trifft sich weiter.

Nach dem das Ultimatum der Liga an die Spielergewerkschaft verstrichen ist, geht es im NBA-Tarifstreit in die nächste Runde. Eine erneute Marathonsitzung von zwölf Stunden brachte nur die Vertagung auf den Donnerstag.

"Ich bin nicht optimistisch oder pessimistisch", sagte NBA-Commissioner David Stern, "wir sind nicht gescheitert, wir waren nicht erfolgreich. Wir sind einfach da". Immerhin, so ergänzte sein Gegenüber Billy Hunter, habe man sich soweit einigen können, dass "wir uns morgen wieder zusammensetzen können", wie er gegenüber espn.com erklärte.

Nur kleine Fortschritte

Die Drohung, ohne Einigung das Angebot an die Spielerseite deutlich zu verschlechtern, machte Stern zunächst nicht wahr. "Wir haben die Uhr gestoppt", sagte er. Die Spielergewerkschaft NBPA drängt weiterhin auf Verbesserungen von Systemfragen, bevor sie der offerierten 50:50-Aufteilung der jährlichen Einnahmen von rund 4,3 Millionen Dollar zustimmen würde.

Laut ESPN hatten Gewerkschaftsvertreter Hunter und NBPA-Präsident Derek Fisher Vollmacht von Spielern von 29 der 30 Teams einer 50:50-Aufteilung zuzustimmen. Bei drei der wichtigsten Systemfragen habe es tatsächlich eine Annäherung gegeben, aber: "Die Tatsache, dass wir keinen Deal haben, zeigt, dass immer noch viel Arbeit vor uns liegt", so Fisher von den Los Angeles Lakers, "wir können nicht sagen, dass es heute einen signifikanten Fortschritt gab".

Auflösung vs. Hoffnungsschimmer

Sollte es an den nächsten Tagen keine Einigung geben, würde die Liga den Profis nur noch 47 Prozent der Einnahmen anbieten. Zahlreiche Spieler hatten bereits zuvor ankündigt, bei einem weiteren Scheitern der Gespräche eine Auflösung der Gewerkschaft einleiten zu wollen. Dazu müssten 30 Prozent der NBPA-Mitglieder, etwa 130 Spieler, eine Petition unterzeichnen. Damit würde ein Verlust der kompletten Saison 2011/12 näher rücken. Zuletzt hatte Ligaboss Stern in dem seit 1. Juni andauernden Lockout alle für November geplanten Spiele abgesagt.

Trotz der wenig euphorischen öffentlichen Kommentare der Beteiligten berichteten US-Medien über eine Annäherung in den Gesprächen. "Wir können das Ziel in den nächsten ein oder zwei Tagen erreichen", zitierte Yahoo Sports einen hochrangigen Liga-Offiziellen, "aber es ist weiter eine flüchtige Angelegenheit und Egos können immer noch im Weg stehen. Es gibt jedoch viele Gründe, um hoffnungsvoll zu sein".

Warten auf Meisterehren

Somit müssen Dirk Nowitzki und seine Teamkollegen der Dallas Mavericks weiter auf die langersehnten Meisterringe warten. Auch die Ehrung für den ersten Titel der Clubgeschichte, die traditionell vor der Heimpremiere stattfindet, steht noch aus. Momente, auf die Nowitzki viele Jahre hingearbeitet hat. "Ich hoffe, dass sich beide Seiten zeitnah einigen", sagte der deutsche Superstar.

sportal.de / sportal
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