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NBA Mavericks verlieren gegen Memphis - Playoffs in Gefahr


Es sind zwar noch neun Spiele zu spielen und noch stehen die Dallas Mavericks in den Playoff-Rängen. Wenn die Leistungen aber nicht schleunigst besser werden, wird der Titelverteidiger in der NBA in der heißen Phase der Saison nur zuschauen können. Gegen die Memphis Grizzlies setzte es die nächste Auswärtspleite.

Die Dallas Mavericks bringen sich im Kampf um die Playoff-Plätze der NBA immer tiefer in Schwierigkeiten. Gegen die Memphis Grizzlies, vor drei Tagen in Dallas den Mavs noch unterlegen, gab es beim 89:94 die achte Auswärtsniederlage in den letzten elf Spielen, verbunden mit dem Abrutschen auf den siebten Tabellenplatz der Western Conference.

Während Memphis wie von der Tarantel gestochen aus den Startblöcken kam, und nach dem ersten Viertel bereits mit 19 Punkten führte, dauerte es für die Mavericks um einiges länger, bis sie in der Partie angekommen waren. Vor allem Brendan Wright, Jason Terry und Vince Carter hielten den Meister dabei in der Partie, Dirk Nowitzki erwischte mit nur einem erfolgreiche Wurf bei sieben Versuchen eine rabenschwarze erste Halbzeit.

Kidd fehlt hinten und vorne

Und es gab in dieser Phase auch unabhängig vom Rückstand wenig erfreuliches zu sehen. Vor allem fehlt den Mavs zur Zeit der verletzte Spielmacher Jason Kidd an allen Ecken und Enden. Delonte West, Shooting Guard und ebenfalls wochenlang verletzt, schafft es einfach nicht, der Offensive der Mavs seinen Stempel aufzudrücken – zu durchschaubar sind seine Anspiele, zu kampfbetont seine sonstige Spielweise.

Und auch die Verteidigung gegnerischer Dreier ist nach wie vor mangelhaft. Abgesehen von Shawn Marion hat Dallas in Carter und Nowitzki momentan einfach zu oft defensiv zu langsame Spieler auf dem Feld. Und auch Jason Terry, in der Meistersaison immer wieder mit guten Impulsen von der Bank, scheint in dieser Saison oft einen Schritt zu langsam zu sein, wenn es um die Verrichtung von Defensivaufgaben geht.

Nichtsdestotrotz sind die Mavericks immer noch kein Team, das sich einfach hängen lässt, wenn es mal nicht läuft – die wirklich schwachen Auftritte gegen die Clippers und Miami einmal ausgenommen. Und so blieben sie immer in der Partie, wenn auch meist mit fünf bis zehn Punkten Rückstand.

Ohne Pointguard keine kreativen Momente

Doch den Rückstand gleichmäßig zu halten und ihn zu verringern, sind eben zwei sehr unterschiedliche Dinge. Dallas hatte eine bessere Wurfquote als die Grizzlies, war Memphis in Sachen Rebounds hoch überlegen – und konnte die Lücke doch nie komplett schließen. Verantwortlich dafür war sicher auch die miserable Freiwurfquote, aber in erster Linie lag das Problem bei den Turnovers, den unnötigen Ballverlusten.

17 unterliefen den Mavs, und vor allem drei Fehlpässe in den letzten zwei Minuten brachen Dallas das Genick und bewiesen nachhaltig, dass Beaubois und West eben kein annähernd gleichwertiger Ersatz für Jason Kidd sein können. In der Schlussminute kam Dallas zwar noch auf drei Punkte heran, doch die Nervenstärke der Grizzlies an der Freiwurflinie sicherte Memphis letzten Endes den Sieg – und damit den direkten Vergleich mit den Mavericks für den Fall von Punktgleichheit am Ende der Regular Season. Bester Schütze bei den Mavericks war Nowitzki mit 17 Punkten – seine Trefferquote von 31 Prozent ließ allerdings viel zu wünschen übrig. Bei Memphis war Rudy Gay mit 25 Punkten der erfolgreichste Werfer.

Zumindest über Nacht rutschen die Mavericks damit vom sechsten auf den siebten Platz der Western Conference ab – und stehen somit nicht nur im kommenden Heimspiel gegen die Sacramento Kings, sondern auch auf dem darauf folgenden Roadtrip zu Golden State, den Trail Blazers, den Lakers und den Jazz unter dringendstem Siegzwang.

Orlando, das Irrenhaus der Liga

Sie wollen wirklich verrückt? Darf ich vorstellen, die 2012'er Orlando Magic! Nachdem die Entscheidung, Dwight Howard nicht zu traden, bei den Fans ob des Versprechens des Centers, zumindest noch ein Jahr länger bleiben zu wollen, gut angekommen war, gräbt sich der All Star nun die nächste Grube.

Vor dem Spiel gegen die New York Knicks wurde Magic-Coach Stan van Gundy auf einen Artikel in der Presse angesprochen, in dem gemutmaßt wurde, Howard hätte sich beim Management für die Entlassung van Gundys eingesetzt. Und der Coach goss sogar noch Öl ins Feuer, indem er den Bericht bestätigte und erklärte, "Hohe Stellen" in der Clubführung hätten ihm selbiges zugeflüstert. Als dann Howard nichtsahnend dazu trat, den Arm um seinen Coach legte und erklärte, man werde die Saison gemeinsam schon schaukeln, war das Chaos perfekt. Nachdem sein Coach gegangen war und die Reporter Howard um sein Statement baten, widersprach der van Gundy zwar aufs Heftigste – doch der Schaden war bereits angerichtet.

Van Gundy hat bei den Magic, die er zwei Mal ins Conference-Finale sowie einmal ins NBA Finale führte, noch einen Vertrag bis zum Ende der Saison. Doch selbst wenn seine Entlassung nur eine Formalität wäre – darf ein Superstar solche Forderungen stellen? Oder gehört der Coach an den Pranger gestellt, weil er es öffentlich gemacht hat? Eins ist klar, den Playoff-Hoffnungen der Magic dürfte die nächste hausgemachte Unruhe nicht gut tun.

Obwohl das Basketballspielen gelegentlich doch noch ganz gut zu funktionieren scheint. Gegen die Philadelphia 76'ers, einen direkten Konkurrenten um die Platzierung der Magic im Osten der Liga, gab es auch dank Howards einmal mehr überragender Leistung unter den Körben (20 Punkte, 22 Rebounds, 6 Assists) einen 88:82-Sieg.

Oliver Stein

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