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NBA NBA - Entscheidung über Saisonausfall steht an


Kobe Bryant hat vorgesorgt und könnte sich ein Engagement in Italien sehr gut vorstellen. Für ihn wäre es ein Traum, in dem Land zu spielen, in dem er einen Teil seiner Jugend verbracht hat. Ob sich dieser Traum erfüllt, hängt von den Verhandlungen am Wochenende zwischen den Clubbesitzern und der Spielergewerkschaft ab.

In der NBA stehen entscheidende Tage bevor. Die Clubbesitzer und die Spielergewerkschaft treffen sich an diesem Wochenende zu Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag. Sollte nicht zumindest eine Annäherung gelingen, dann droht erstmals in der Geschichte der NBA der Ausfall einer kompletten Saison.

Kobe Bryant hat für den Fall, dass in den USA gar nicht oder erst sehr viel später wieder gespielt wird, bereits vorgesorgt. Der fünfmalige NBA-Champion steht im Kontakt mit dem italienischen Topclub Virtus Bologna. Dirk Nowitzki wartet dagegen einfach ab.

Angespannte Situation 

NBA-Boss David Stern brachte die Bedeutung der Gespräche, die an diesem Freitag in großer Runde fortgesetzt werden, auf den Punkt. Es gehe schlicht und einfach darum, ob es eine Saison gibt oder nicht, sagte Stern. "Das ist es, was auf dem Spiel steht."

Zwar wies NBA-Vize-Präsident Tim Frank Medienberichte zurück, Stern habe den Spielern mit der Absage der kompletten Spielzeit gedroht, wenn sie den Forderungen der Vereinsbosse nach Gehaltskürzungen nicht nachkommen. Dass diese Aussagen in den USA aber überhaupt kursieren, zeigt, wie angespannt die Situation ist.

Seit 91 Tagen dauert der Lockout nun schon an, Liga und Profis läuft langsam aber sicher die Zeit davon. Nach Informationen des US-Sportsenders ESPN müssten sich beide Seiten bis Mitte kommender Woche zumindest in großen Teilen geeinigt haben, um die Saison wie geplant am 1. November mit dem Duell zwischen Nowitzkis Dallas Mavericks und den Chicago Bulls starten zu lassen.

Superstars sitzen mit am Tisch

In der vergangenen Woche hatte die Liga wegen fehlender Fortschritte in den Verhandlungen bereits den Beginn der Trainingscamps sowie 43 Vorbereitungsspiele abgesagt. Das bislang einzige Mal waren in der Saison 1998/99 Spiele ausgefallen, damals begann die Spielzeit erst am 6. Februar 1999 mit dann nur noch 50 Partien pro Club.

Bei den nun anberaumten Gesprächen, die sich über das gesamte Wochenende hinziehen könnten, werden anders als zuletzt weitaus mehr Clubbesitzer und Profis anwesend sein. So haben von den Superstars unter anderem LeBron James und Dwyane Wade von den Miami Heat ihr Kommen angekündigt. Eine Entwicklung, die nach Ansicht von Nowitzkis Mentor Holger Geschwindner überfällig ist: "Sie sind es, um die es in den kommenden Jahren geht, deshalb müssen sie in den Verhandlungen auch ihre Interessen vertreten."

Virtus Bologna buhlt um Bryant 

Sollte es zu keiner Einigung kommen, dürfte Lakers-Star Bryant in Italien unterkommen. "Das ist sehr gut möglich. Für mich würde ein Traum in Erfüllung gehen", sagte der 33-Jährige von den Los Angeles Lakers bei einem Sponsorentermin in Mailand.

Bryant hat einen Teil seiner Jugend in Italien verbracht, da sein Vater dort als Basketball-Profi aktiv war. Virtus Bologna soll ihm Medienberichten zufolge für zehn Spiele vom 9. Oktober bis zum 16. November 2,5 Millionen Euro geboten haben.

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