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NBA: NBA-Finalserie - Oklahoma City Thunder siegt gegen Miami Heat 105 -94

Wer kann LeBron James' Heat stoppen? Richtig. Ein Kevin Durant, der auf MVP-Niveau agiert. In Spiel eins der NBA-Finals drehte Oklahoma City Thunder das Spiel gegen Miami Heat und konnte sich am Ende deutlich mit 105:94 durchsetzen.

Eine starke erste Hälfte der Miami Heat reichte nicht aus um in der Chesapeak Energy Arena von Oklahoma City zu gewinnen. OKC und vor allem Kevin Durant drehten in der zweiten Hälfte mächtig auf und gewannen mit 105:94. So heißt es nach dem ersten Spiel der NBA-Finalserie: Heat 0 , Thunder 1.

"Naja, unsere Gegner kamen raus und waren direkt in Topform. Sie passten den Ball gut, trafen Dreier. Wir wollten nur weiterspielen", sagte Kevin Durant nach dem Spiel laut espn.com. "Es war ein langes Spiel und jedes Mal sagte unser Coach nur "spielt besser, spielt besser" und das haben wir getan."

Guter Start der Heat

In der Tat begann Miami zunächst stärker. Vor allem der startende Power Forward Shane Battier konnte von den noch nervösen Thunder-Spielern profitieren. Drei von vier Drei-Punkte-Würfen fanden ihr Ziel und sorgten dafür, dass Battier am Ende der ersten Spielhälfte hinter LeBron James (14 Punkte) mit 13 Zählern der zweitbeste Werfer der Heat war.

Auch in der Defense stand die Heat besser als das junge Thunder-Team. Superstar LeBron James konnte, dank eines relativ ungefährlichen Kendrick Perkins, scheinbar immer und überall mitverteidigen. OKC kam nur langsam in die Gänge. Während Miami über 50 Prozent der Feld- und Dreier-Würfe traf, war es vor allem Russell Westbrook, der äußerst schlecht in die Partie startete. Nur drei seiner ersten zehn Würfe traf der Point Guard der Hausherren. Zur Halbzeit führte Miami Heat verdient mit 54:47. Doch dann kam die zweite Spielhälfte.

Westbrook wird stärker

Scott Brooks schien sein Team - zum wiederholten Male - perfekt eingestellt zu haben. Die Thunder spielten aggressiver, so wie man sie aus den Conference Finals kannte, und konnten auch wesentlich mehr Rebounds als die Gäste aus Miami verzeichnen. Und Westbrook verbesserte zu dem noch seine Wurfquote. Gleichzeitig wurde Miami unkonzentrierter, leistete sich sechs Turnovers, denen nur zwei auf Seiten von OKC gegenüberstanden.

KD agierte zudem noch auf dem Level eines MVPs und erzielte zusammen mit Westbrook in der gesamten zweiten Hälfte mehr Punkte als das komplette Heat-Team zusammen (41:40). Vor allem im letzten Viertel zeigte Durant, warum er so wichtig für Oklahoma City Thunder ist: Er traf sechs von zehn Würfen und kam auf 17 Punkte. Zum Vergleich: Wade und James kamen zusammen auf 14 Punkte.

Durant gewinnt das Duell gegen James

Der erste Sieg, das 105:94, war also zum Großteil Durants Verdienst (36 Punkte, 8 Rebounds, 4 Assists, 1 Block). Den Vergleich zu James dürfte er - vor allem wegen seinem Ergebniseinflusses - in Spiel eins damit auch gewonnen haben. LBJ kam auf 30 Punkte, 9 Rebounds, 4 Assists und 4 Steals. Natürlich trug auch Westbrook mit seinem Double-Double (27 Punkte und 11 Assists) erheblich zum Sieg bei. Nicht unerwähnt sollte auch die Leistung des treuen OKClers Nick Collison bleiben. Der seit Beginn seiner NBA-Laufbahn (2003) für die Thunder spielende Power Forward kam auf 10 Rebounds und 8 Punkte. Alleine die fünf Offensivrebounds im letzten Durchgang waren mitentscheidend.

OKC geht also mit einer 1:0-Führung in das zweite Spiel, welches ebenso erneut ein Heimspiel sein wird. Für die Heat ist noch nichts verloren, jedoch stehen James und Co nun etwas mehr unter Druck im Kampf um den begehrten und ersehnten Meisterring.

Tobi Becker

sportal.de / sportal

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