HOME

Nowitzki führt Mavericks in die Playoffs

Erst glänzte Dirk Nowitzki auf dem Parkett und riss Vater Jörg im Publikum zu Begeisterungsstürmen hin. Dann feierte der Basketball-Superstar den Triumph gegen die Utah Jazz als Fan seiner Dallas Mavericks genussvoll auf der Bank. Mit seinem denkwürdigen Auftritt im dritten Viertel hat "Dirkules" seine "Mavs" endgültig in die NBA-Playoffs geführt.

Mit 31 Punkten war der 2,13 Meter-Riese Nowitzki beim 130:101-Heimsieg gegen Utah in der Nacht zum Donnerstag einmal mehr der Größte und treffsicherste im Team von Trainer Rick Carlisle. Als der Kapitän im dritten Spielabschnitt vor 20.017 Zuschauern mit 12 von 19 Punkten in Serie die Gastgeber im American Airlines Center zum vorentscheidenden 85:64 in Front gebracht hatte, durfte der 30-Jährige das Finale der Partie zur Belohnung als Reservist verfolgen. Mit 47:31 Saisonsiegen nutzten die Mavericks schon den ersten von fünf "Matchbällen" gegen die exakt punktgleichen Jazz, um zum neunten Mal in Serie in die am 18. April startenden K.o-Runde einzuziehen. Dauerverfolger Phoenix Suns (43:35) hat keine Chance mehr, Dallas vom achten und letzten Playoff-Qualifikationsplatz zu verdrängen.

"Es war ein guter Abend für uns. Wir brauchten einen Sieg für die Playoffs und jeder hat gut gespielt. Jetzt haben wir unser Schicksal mehr oder weniger in eigenen Händen", meinte Coach Carlisle, der nach der erfolgreichen Pflicht die fehlerfreie Kür in den verbleibenden vier Spielen der regulären Saison erwartet. Die "Mavs" haben noch große Chancen auf Rang 6, da sie bereits am Freitag und Sonntag gegen die noch besser platzierten New Orleans Hornets (48:30) spielen.

"Wir gehen ab sofort in jede Begegnung, als wäre es das entscheidende siebte Play-Off-Spiel", betonte Jason Terry. Derzeit würde Dallas in der 1. Runde auf die Los Angeles Lakers treffen. Doch den Vizemeister und Topfavorit mit Ausnahmespieler Kobe Bryant wollen die "Mavs" möglichst meiden. Denn alle drei Duelle in dieser Saison wurden verloren. "Es liegt an uns, wie weit wir in der Tabelle noch klettern. Wir haben auf jeden Fall die Chance dazu", meinte Terry.

Mit welcher Entschlossenheit die Gastgeber gegen Jazz zu Werke gingen, machte sich am Beispiel von Nowitzkis Partner Josh Howard deutlich. Nach einem Ellbogencheck seines Gegenspielers Ronnie Brewer am Ende des ersten Viertels holte sich der Forward einen Cut am Auge und eine blutige Nase. Das Auge schwoll stark an und beeinträchtigte Howards Sehfähigkeit. Aber mit 13 Punkten, acht Rebounds und vor allem rekordträchtigen sieben "Steals", bei denen er den Jazz- Angreifern den Ball "klaute", behielt er den Durchblick.

"So lange mein Augapfel nicht herausfällt, oder ich halbtot bin, spiele ich immer weiter", bemerkte Howard. Drei Tage nach der 140- Punkte-Gala gegen die Phoenix Suns wurde auch Utah von den "Mavs" überrollt. Zuletzt waren Dallas vor fünf Jahren zweimal nacheinander mehr als 125 Punkte gelungen. Jeder der elf aufgebotenen Spieler traf. Nowitzki überbot zum 21. Mal nacheinander die 20-Punkte-Marke und ist in dieser Kategorie zusammen mit Dwyane Wade von Miami Heat in der laufenden NBA-Saison absolute Spitze.

DPA/kbe

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Wissenscommunity