NBA Nowitzki liefert phänomenale Show


Nach dem letzten Dämpfer gegen die Utah Jazz haben Dirk Nowitzki und seine Dallas Mavericks wieder richtig aufgedreht: Die Texaner besiegten die Chicago Bulls hauchdünn mit nur einem Treffer Vorsprung. Der deutsche Superstar bewies einmal mehr sein Ausnahmekönnen.

Dirk Nowitzki ist wieder einmal über sich hinausgewachsen: Der 2,13 Meter große Superstar hat beim 115:114-Sieg der Dallas Mavericks gegen die Chicago Bulls 44 Punkte und die entscheidenden Körbe in der Verlängerung gemacht. Einmal mehr war der Würzburger der erfolgreichste Werfer der Texaner in einem packenden Spiel der nordamerikanischen Basketball-Profiliga (NBA). Dank Nowitzki bleiben die "Mavs" weiter auf Play-off-Kurs. "Eine unglaubliche Vorstellung", lobte Trainer Rick Carlisle seinen Kapitän. "Seine Trefferquote war phänomenal. Er ist einfach geduldig geblieben."

"Deshalb ist er eben ein Superstar", kommentierte Bulls-Coach Vinny del Negro den Auftritt Nowitzkis achselzuckend. "Wir haben versucht ihn einzufangen, aber das ist uns nicht gelungen." Nowitzki gelangen alleine 14 Punkte in der Verlängerung, die Jason Kidd mit einem Dreier 13 Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit zum 97:97 klar machte. Am Ende kamen die Bulls auf 108:111 und 111:113 heran, doch Nowitzki vergrößerte mit jeweils zwei erfolgreichen Freiwürfen den Abstand wieder, ehe Ben Gordon mit einem Dreier für Chicago für den Endstand sorgte.

Verhaltene Freude

Die Freude über den Sieg war bei Dallas allerdings verhalten: Guard Jason Terry hatte sich im ersten Spielabschnitt die linke Hand gebrochen und fällt wohl mehrere Wochen aus. "Er hatte Tränen in den Augen", berichtete Nowitzki. "Er ist der beste sechste Mann der Liga und wir werden ihn arg vermissen." Nach dem Ausfall seines Kollegen übernahm der deutsche Nationalspieler noch mehr Verantwortung und bot eine überragende Vorstellung. "Ich musste nur aggressiv bleiben und auf meine Würfe achten, vor allem als Terry draußen war", erklärte Nowitzki, der seinen persönlichen Saisonrekord von 46 Punkten nur knapp verfehlte.

Der Puerto-Ricaner José Juan Barea war mit 20 Punkten zweitbester Korbjäger der Mavericks. Vor 20 349 Zuschauern im American Airlines Center traf Gordon (20) auf der Gegenseite am häufigsten. Zwei Tage nach dem 87:115 bei den Utah Jazz zeigte sich Dallas gut erholt von der Niederlage beim Angstgegner und ist Siebter in der Western Conference. Die acht Ersten sind in den Play-offs dabei. Die Los Angeles Clippers kamen ohne den weiterhin verletzten deutschen Nationalspieler Chris Kaman zu einem 121:97-Sieg bei den Atlanta Hawks.

Ulrike John

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