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NBA: Nowitzki und Co. versenken die Lakers

Die Dallas Mavericks haben den Los Angeles Lakers die größte Heimniederlage der Vereinsgeschichte beschert: Dirk Nowitzkis Team siegte mit 108:72. Lakers-Trainer Jackson fasste das Desaster zusammen: "Peinlich".

Mit einer Galavorstellung haben die Dallas Mavericks ihre Vormachtstellung in der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA behauptet und zugleich einen der Meisterschafts-Mitanwärter arg gedemütigt. Die Texaner überrannten beim 108:72-Auswärtssieg die Los Angeles Lakers und sorgten zugleich für die höchste Heimniederlage in der Clubgeschichte des 14-maligen NBA-Champions aus Kalifornien.

Während Dallas den höchsten Sieg der Vereinsgeschichte gegen Los Angeles feierte, fand Lakers-Trainer Phil Jackson für die desaströse Leistung und die sechste Niederlage nacheinander keine Erklärung, sondern nur ein Wort - "peinlich". Die Mavericks hingegen bauten mit dem Erfolg ihre Siegesserie auf 17 Spiele aus, stellten somit die bisherige Saisonbestmarke der Phoenix Suns ein und revanchierten sich zugleich für die 98:101-Niederlage vom 7. Januar. "Wir haben in der Abwehr hervorragend gearbeitet", sagte Jerry Stackhouse. Der Jubel ist verständlich, denn Siege bei den Lakers sind selbst für die derzeit dominierenden Texaner selten. Von den vergangenen 32 Partien gewannen die "Mavs" nur drei.

Josh Howard war bester Werfer

Den Grundstein für den 52. Saisonsieg legte Dallas im zweiten Viertel, das die Gäste mit 31:11 für sich entschieden. "Wir haben aus den Playoffs im vergangenen Jahr gelernt, Spiele zu entscheiden. Das gelingt uns jetzt schon ganz gut, aber wir arbeiten trotzdem daran, dass es in den Play Offs dann perfekt klappt", betont Stackhouse. Dallas überzeugte erneut durch eine geschlossene Mannschaftsleistung. Sechs Spieler trafen zweistellig. Bester Werfer war Josh Howard mit 24 Punkten, Dirk Nowitzki steuerte 19 Zähler bei.

Lakers-Superstar Kobe Bryant, der mit 25 Punkten erfolgreichster Werfer des Abends war, verwies auf die Verletztenliste seines Teams. "Wenn drei Stammspieler fehlen und nur durch unerfahrene Akteure ersetzt werden können, wird’s halt schwierig", erklärte Bryant, dessen Mannschaft fast noch einen zweiten historischen Negativwert gebrochen hätte. Denn die 72 Punkte waren nur zwei Zähler mehr als der "ewige" Minusrekord der langen Lakers-Historie.

Niederlage für Schrempfs Supersonics

Beim 106:104-Heimsieg von Meister Miami gegen Washington erzielten acht Spieler des Titelverteidigers mindestens zehn Punkte. Dagegen hatte selbst Washingtons Gilbert Arenas mit seinen 33 Zählern keine Chance. Der Siegtreffer gelang Udonis Haslem mit der Schluss-Sirene.

Zu alter Stärke hat Yao Ming zurückgefunden. Der Chinese kam beim 103:92-Sieg der Houston Rockets gegen die Orlando Magic auf 37 Punkte. Erst am vergangenen Montag hatte Yao nach einem Wadenbeinbruch und daraus resultierender zweieinhalbmonatiger Pause sein Comeback gegeben.

Eine knappe Niederlage musste Assistenztrainer Detlef Schrempf mit seinen Seattle Supersonics hinnehmen. Bei den Toronto Raptors verlor das Team von der Westküste trotz 36 Punkten von Ray Allen nach Verlängerung mit 119:120.

Heiko Oldörp/DPA / DPA

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