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NBA-Playoff-Finale: Los Angeles Lakers stehen kurz vor Titelgewinn

Die Los Angeles Lakers können nach dem Zittersieg bei den Orlando Magic den Meisterchampagner schon mal kalt stellen. Durch das 98:91 nach Verlängerung gingen die Kalifornier mit 3:1 in Führung. Diesmal war nicht Superstar Kobe Bryant der entscheidende Mann.

Die Los Angeles Lakers können nach dem Zittersieg bei den Orlando Magic den Meisterchampagner schon mal kalt stellen. Durch das 98:91 nach Verlängerung gingen die Kalifornier in der "best of seven"-Finalserie mit 3:1 in Führung und stehen damit vor dem Gewinn ihres 15. Titels in der nordamerikanischen Basketball- Profiliga NBA. Ausgerechnet "Mitläufer" Derek Fischer, gewöhnlich im Schatten von Superstar Kobe Bryant, war am Donnerstagabenb der entscheidende Akteur.

Zunächst sorgte der 34-Jährige 4,6 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit auf Pass von Bryant mit einem Drei-Punkte-Wurf für den 87:87-Ausgleich und rettete sein Team somit in die Verlängerung. In der Extraschicht gelang Fischer dann ein weiterer fulminanter Dreier zur 94:91-Führung. "Man muss einfach an sich glauben und selbstbewusst sein. Auch wenn ich in den Spielen zuvor nicht so getroffen hatte, haben mich meine Mitspieler und Freunde immer wieder aufgebaut und mir Mut gemacht", sagte Fischer.

Die Lakers haben nun drei Matchbälle und wollen gleich den ersten am Sonntagabend in Orlando nutzen. "Wir werden uns jetzt etwas ausruhen und dann hier am Sonntag hoffentlich eine schöne Zeit haben", erklärte Bryant, mit 32 Punkten auch im vierten Finalspiel bester Lakers-Werfer. Während das Team von Coach Phil Jackson nach der Schluss-Sirene ihren Dreier-Spezialisten Fischer feierten, starrten Orlandos Spieler geschockt Richtung Hallendecke. Die "Magischen" hatten alle Möglichkeiten, in der Serie zum 2:2 auszugleichen, vergaben jedoch vor allem an der Freiwurflinie den durchaus verdienten Sieg. Insgesamt ließ Orlando 15 Freiwürfe ungenutzt - acht davon gingen auf das Konto von Superstar Dwight Howard, dem die Nerven versagten.

So schwach Howard an der Freiwurflinie war, so stark war er an den Boards. Der Center hatte in der ersten Halbzeit 14 Rebounds gepflückt, war damit so erfolgreich wie das gesamte Lakers-Team und ein Garant für die 49:37-Pausenführung. "Los Angeles verteidigt überhaupt nicht, und in der Offensive trifft niemand außer Kobe Bryant", kritisierte Lakers-Legende Magic Johnson noch in der Halbzeit. Mit einem 18:5-Zwischenspurt kamen die Gäste in den ersten sechs Minuten nach dem Wechsel jedoch wieder heran. 32 Sekunden vor dem Ende lag Orlando, das in Hedo Turkoglo (25 Punkte) seinen besten Werfer hatte, dennoch scheinbar sicher mit fünf Punkten vorn. Doch auch dieses Polster reichte nicht aus. So waren letztlich selbst Howards phänomenale 21 Rebounds und sein NBA-Endspiel-Rekord von neun geblockten Würfen uninteressant.

Heiko Oldörp/DPA / DPA

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