NBA-Superdeal Nowitzki bleibt den Mavs treu

Dirk Nowitzki bleibt bei den Dallas Mavericks. Der 32-jährige Basketball-Superstar handelte einen neuen Vertrag aus, der ihm fast 100 Millionen Dollar in vier Jahren beschert.

Super-Samstag für Fußball-Fan Dirk Nowitzki: Nach dem Jubel über den 4:0-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gab es für den Würzburger noch einen ganz anderen Grund zum Feiern. Der Basketball-Star erhält bei den Dallas Mavericks einen Rentenvertrag, der ihm Medienberichten zufolge in vier Jahren 96 Millionen Dollar einbringen soll. "Ja, wir haben den Deal gemacht", bestätigte Nowitzkis Berater, väterlicher Freund und Manager, Holger Geschwindner, in der Nacht zum Sonntag auf der Homepage der "Dallas Morning News" die weitere Zusammenarbeit.

Der Kapitän der "Mavs" bleibt also doch an Bord, nachdem er seinen Kontrakt schon gekündigt hatte. Bei seinem neuen Vertrag wäre nach den NBA-Regularien die maximal mögliche Gagengrenze ausgereizt. Mehr kann man nicht verdienen. Außerdem darf der 32-Jährige von Dallas über vier Jahre nicht verkauft werden - solch eine Klausel ist in der NBA eine Seltenheit.

"Dirk hat sich mit Mark geeinigt, Auge in Auge"

"Es ist ein großartiger Deal. Ich mag ihn", sagte Geschwindner auch der Nachrichtenagentur AP. "Wir hatten einen Strauß voller Angebote. Aber Dirk hat den Vertrag mit Mark Cuban eins zu eins umgesetzt." Die Verhandlungsrunde mit dem Mavericks-Boss am Samstag musste um Stunden verschoben werden, damit sich Nowitzki das Viertelfinalspiel der Deutschen vor dem Fernseher anschauen konnte. Beglückt vom Halbfinal-Einzug der DFB-Elf machte der Würzburger dann alles klar. "Dirk hat sich mit Mark geeinigt, Auge in Auge", sagte Geschwindner. Allerdings darf der Vertrag erst am Donnerstag - nach einem Sieben-Tage-Moratorium - unterschrieben werden. Erst dann dürfen auch Nowitzki und sein Club dazu Stellung nehmen.

Zuerst hatte der Fernsehsender ESPN über die Vertragsverlängerung berichtet. Offen blieb, ob Nowitzki in den Verhandlungen mit Cuban nicht doch ein wenig bei der Gehaltsbemessungsgrenze nachgegeben hatte - nachdem er den alten Kontrakt per Option fristgerecht vorzeitig in der vergangenen Woche aufgelöst hatte, um seinem Club einen größeren finanziellen Spielraum zu verschaffen.

Auf der Suche nach neuen Stars

Kürzlich ließ Nowitzki verlauten, dass er zugunsten der Nachwuchsarbeit im Club auf Geld verzichten würde. Mit der Kündigung war Nowitzki erstmals in seiner zwölfjährigen Dallas-Karriere in der NBA als "Unrestricted Free Agent" aufgetreten. Ein Schachzug, mit dem er - nach den Gesetzmäßigkeiten der NBA - selbst wie etwa 25 andere NBA-Stars über ihre Zukunft verhandeln und entscheiden konnte. Nowitzki hat aber nie ernsthaft mit anderen Clubs verhandelt.

Mit der Zusage des Franken hat Dallas ein Faustpfand und vor allem eine solidere Basis für weitere Verhandlungen von Cuban mit neuen Stars für die "Mavs" gewonnen. Potenzielle Kandidaten sind auf dem Markt. Vor allem Superstar LeBron James, der zwar seit Samstag ein neues Angebot von den Cleveland Cavaliers vorliegen, sich aber noch nicht dazu geäußert hat. Der zweimalige MVP (Wertvollster NBA-Spieler) wird allerdings auch von den Chicago Bulls und den New Jersey Nets heftig umworben. Derzeit geben sich die Klubvertreter beim 25-Jährigen die Türklinke in die Hand, der sich wohl kommende Woche entscheiden will. Im Gespräch bei Dallas ist auch Miamis Star Dwyane Wade, und auch hier sind neben den New York Knicks auch die Bulls und die Nets im Rennen. Nowitzki, MVP der Saison 2007, träumt immer noch davon, mit den "Mavs", für die er bereits seit 13 Jahren spielt, den ersten NBA-Titel zu holen.

DPA/SID DPA

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