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NBA Tarifstreit der NBA vor dem Ende


Nachdem sich die Liga-Spitze rund um Commisioner David Stern und die Spielervertretung rund um Billy Hunter und Derek Fisher bei Nacht und Nebel zu geheimen Gesprächen getroffen haben, scheint eine Einigung über die Rettung der Spielzeit 2011/12 kurz bevorzustehen.

Nach einer geheimen Mammutverhandlungsrunde bei Nacht und Nebel, bei der sich die Liga-Spitze rund um Commisioner David Stern und die Spielervertretung rund um Billy Hunter und Derek Fisher knapp 15 Stunden gegenübersaßen, scheint eine Einigung über die Rettung der Spielzeit 2011/12 kurz bevorzustehen.

Nachdem bereits zu Beginn der Woche die Gespräche im kleinsten Kreis wieder aufgenommen worden waren, scheint den Parteien in der Nacht von Freitag auf Samstag der Durchbruch gelungen zu sein. Wie CBSSports.com als Erstes zu vermelden wusste, haben sich Spieler und Ligaspitze zumindest theoretisch auf eine Saison über 66 Spiele geeinigt, die am 25. Dezember beginnen soll.

David Stern, der zusammen mit seinem Vize, Adam Silver, Spurs-Besitzer Peter Holt, dem Vorsitzenden des Verbandes der Teambesitzer sowie zwei Rechtsanwälten am Verhandlungstisch saß, war nach dem Ende der nächtlichen Runde sichtlich erleichtert. "Wir haben einen Handschlag-Deal. Dieser muss zwar noch von verschiedenen Instanzen auf beiden Seiten ratifiziert werden, doch wir sind uns einig: Ab Weihnachten soll wieder Basketball gespielt werden."

"Die Auflösung der Gewerkschaft war für uns kein treibender Grund. Der Grund ist vielmehr, dass wir Fans haben, Spieler, die spielen wollen und vor allem viele andere Menschen, die von einer stattfindenden Saison abhängig sind", so Stern zu espn.com. Besonders bei den vielen Angestellten der Clubs, die ohne eine Saison wohl ohne Job dagestanden hätten, dürften diese Worte Balsam für die Seele sein.

Spielergewerkschaft muss sich neu zusammenfinden

Billy Hunter, Vertreter der Spieler und neben Derek Fisher, Maurice Evans sowie dem Anwalt Ron Klempner und Ökonom Kevin Murphy auf der Seite der Spielergewerkschaft am Verhandlungstisch, schien ebenfalls sehr zufrieden mit den Ergebnissen: "Beide Seiten waren sich einig, eine Lösung musste her. Und deshalb haben wir alles daran gesetzt, die Saison zu retten und den Menschen die großartige Unterhaltung anzubieten, für die die NBA seit Jahrzehnten steht."

Erster Schritt zur endgültigen Einigung ist nun ein erneuter Zusammenschluss der Spieler in einer Gewerkschaft. Die bisherige NBAPA (NBA Players Association) war im Zuge des Tarifstreits am 14. November aufgelöst worden, um die Teambesitzer und die Liga mit einem Gerichtsverfahren unter Druck setzen zu können. Sobald dies geschehen ist, müssen alle 430 Spieler der Liga sowie die 29 Teambesitzer (die New Orleans Hornets gehören zur Zeit der Liga) über den ausgehandelten Vertrag abstimmen, wobei auf beiden Seiten aber eine einfache Mehrheit ausreicht, um das neue CBA in Kraft treten zu lassen.

Dallas startet gegen die Miami Heat

Nachdem sich beide Seiten vorher bereits auf eine 50:50-Teilung des gesamten Gewinns geeinigt hatten, scheinen nun also auch die anderen Streitpunkte wie maximale Vertragslängen, Rookie-Gehälter und Salary Cap aus dem Weg geräumt worden zu sein.

Geplant ist demnach, den Teams ab dem 9. Dezember zwei Wochen für die Saisonvorbereitung sowie das Unterzeichnen neuer Verträge, der Verpflichtung von Free Agents sowie dem Durchführen von Trades zu genehmigen, bevor es dann am 25. Dezember mit den Partien Boston Celtics gegen die New York Knicks sowie der Dallas Mavericks um Dirk Nowitzki gegen die Miami Heat losgeht.

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