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NFL: Siege für Ravens, Giants und Packers

Während die New York Giants und die Baltimore Ravens dramatische Last Minute-Siege bei den New England Patriots und den Pittsburgh Steelers feierten, kam es zwischen den Green Bay Packers und den San Diego Chargers zu einem wahren Shootout.

Die Quarterbacks Aaron Rodgers, Eli Manning und Joe Flacco bestimmten den neunten Spieltag der National Football League.

Flacco ein großer Mann

"Dieses Steelers-Ravens-Spiel ist ein Spiel für Männer", sagte Baltimores Coach John Harbaugh nach dem 23:20-Sieg seiner Ravens in Pittsburgh laut espn.com. "Dies ist ein Spiel für große Männer. Du musst glänzen, wenn du dieses Spiel gewinnen möchtest. Und niemand strahlte mehr als Joe Flacco in diesem Spiel", lobte Harbaugh seinen Quarterback.

Flacco brachte 28 von 47 Versuchen für 300 Yards an den Mann und erzielte dabei einen Touchdown. Dabei hatte Flacco bereits wie der Verlierer des Spiels ausgesehen. Die Steelers--Defensive scheuchte den Ravens-Quarterback über den Platz und Steelers-Linebacker James Harrison sackte Flacco dreimal.

Als Steelers-Quarterback Ben Roethlisberger nach einem Flacco-Fumble sein Team mit einem Pass auf Mike Wallace fünf Minuten vor dem Schluss in Führung brachte, sah es beim 20:16 für Pittsburgh nach einem Sieg für die Gastgeber aus, doch Flacco schlug acht Sekunden vor dem Ende zurück und fand Rookie-Receiver Torrey Smith mit einem 26 Yard-Pass, der den Schlusspunkt des Spiels und den zweiten Saisonsieg gegen die Steelers bedeutete.

Rodgers wie vom anderen Stern

Einen wahren Quarterback-Shootout lieferten sich Aaron Rodgers und Philip Rivers beim 45:38-Sieg der Green Bay Packers über die San Diego Chargers. Beide erzielten vier Touchdowns, aber während Rivers auch drei Interceptions warf, blieb Rodgers davon verschont und fand mit 21 seiner 26 Pässe einen seiner Receiver.

Zwei seiner drei Interceptions warf Rivers im ersten Viertel und beide nutzte die Packers-Defensive zu Touchdowns. 21:7 stand es nach dem ersten Spielabschnitt, doch Rivers brachte sein Team im zweiten Viertel auf 17:21 heran, bevor Rodgers mit zwei Touchdowns zu Beginn des Schlussabschnitts eine vermeintlich sichere 45:24-Führung für sein Team herauswarf.

Rivers konterte noch einmal mit zwei Touchdown-Würfen auf Vincent Jackson Mitte des  vierten Viertels, aber als er 1:05 Minuten vor dem Ende noch einmal den Ball bekam, konnte er die Niederlage seiner Chargers nicht mehr verhindern. Während die Packers ihre makellose Bilanz auf acht Siege bei keiner Niederlage ausbauten, war es für San Diego, das nun bei 4:4 Siegen steht, die dritte Pleite in Serie.

Eli Manning wie 2008

Eine späte Entscheidung gab es auch beim 24:20 der New York Giants bei den New England Patriots. Wie einst beim Super Bowl-Sieg 2008 gegen die Patriots fand Quarterback Eli Manning wenige Sekunden vor Schluss einen seiner Receiver (Jake Ballard) zum spielentscheidenden Touchdown.

Der Giants-Sieg beendete zwei beeindruckende Serien New Englands: Tom Brady hatte zuvor 31 Spiele der regulären Saison daheim gewonnen und die Patriots allein immerhin 20. Brady warf zwar einen Touchdown-Pass in seinem 24. Heimspiel der regulären Saison in Folge, aber die Patriots kassierten ihre zweite Niederlage in Folge und das erst zum dritten Mal seit dem Beginn der Saison 2003.

"Wir haben noch die halbe Saison zu spielen", war Brady der Frust über die späte Niederlage anzusehen. "Wir werden diese Woche sehen, aus welchem Material unser Team ist."

Henning Schulz

sportal.de / sportal

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