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NHL Die Chancen der NHL-Playoff-Kandidaten


Etwas mehr als zwei Wochen läuft die reguläre Saison der NHL noch und es bleibt richtig spannend. Wir bewerten die Playoff-Chancen der Teams. Wer muss seinen Jahresurlaub noch verschieben und für wen heißt es, weiter die Knochen hinhalten in der härtesten Eishockey-Liga der Welt?

In der NHL geht es zwei Wochen vor Ende der regulären Spielzeit noch äußerst spannend zu. In der Eastern und der Western Conference streiten sich noch jeweils sechs Teams um drei Playoff-Plätze. Heute bewerten wir die Chancen der Teams, die Playoffs zu erreichen.

Eastern Conference

Florida Panthers: 85 Punkte

Die Panthers sind eine der großen Überraschungen dieser Saison. Mit 85 Punkten durch zuletzt fünf Siege in Folge ist das Team aus Florida Erster der Southeast Division, fünf Punkte vor den Washington Capitals. Durch die Spitze in der Division halten die Panthers auch den dritten Rang in der Conference. Richtig gut drauf ist zur Zeit auch Marcel Goc, der in den ersten drei Partien der Panthers-Siegesserie jeweils einen Treffer erzielte.
Playoff-Chancen: 85 Prozent

Ottawa Senators: 84 Punkte

Auch die Senators sind diese Saison eine Überraschung. Mit einer starken Offensive und einer eher schwachen Defensive halten die Senators noch den siebten Platz in der Eastern Conference. Sechs Niederlagen in den letzten neun Spielen haben die Kanadier aber die einstmals sehr komfortable Situation im Playoff-Rennen etwas unbequemer werden lassen. Vor allem die Goalies werden sich steigern müssen, wenn die Playoffs erreicht werden sollen.
Playoff-Chancen: 70 Prozent

Washington Capitals: 80 Punkte

Vom Spielermaterial her sollten die Washington Capitals eigentlich Dauergast in den NHL-Playoffs sein, wie es ja auch in den vergangenen Jahren der Fall war, aber dieses Saison ist bei den Capitals einfach der Wurm drin. Auch wenn Superstar Alex Ovechkin seine Treffsicherheit mittlerweile wiedergefunden hat, sind die Caps durch einige Verletzungen doch stark gehandicapt. An erster Stelle wäre hier Goalie Tomas Vokoun zu nennen, der mit einer Leistenverletzung pausieren muss und Angreifer Nicklas Backström fehlt seit Anfang Januar aufgrund des NHL-Unwortes der letzten Jahre: Gehirnerschütterung.
Playoff-Chancen: 45 Prozent

Buffalo Sabres: 78 Punkte

Eigentlich waren die Sabres schon lange abgeschrieben im Rennen um die Playoff-Plätze, aber in Buffalo hat man sich gesagt: besser spät als nie und auf einmal ist das Team mit den mittlerweile drei Deutschen Christian Ehrhoff, Alexander Sulzer und Jochen Hecht wieder mitten im Geschehen. Und das, ohne bei den erzielten Toren, den Gegentoren, im Powerplay oder im Penaltykilling auch nur zur oberen Hälfte der NHL-Teams zu gehören. Aber seit dem 6:2 über die Pittsburgh Penguins am 19. Februar läuft es wieder für die Sabres und man konnte zehn von 15 Spielen gewinnen und ging nur zweimal ohne jeden Punkt aus dem Eisstadion. Ganz wichtig ist dabei Goalie Ryan Miller, der seine Statistiken Schritt für Schritt verbessert.
Playoff-Chancen: 55 Prozent

Winnipeg Jets: 76 Punkte

Ausgerechnet zum Saisonende hin nehmen sich die Jets ihre Krise. Sieben Niederlagen aus den letzten elf Spielen sind kein Zeichen dafür, dass die Jets es noch in die Playoffs schaffen. Die Partie am Freitag gegen die Capitals könnte durchaus richtungsweisend sein für die Playoff-Chancen Winnipegs. Bei einem Sieg wären es nur noch zwei Punkte auf die Caps, aber auch die Sabres machen derzeit einfach einen besseren Eindruck als die Jets.
Playoff-Chancen: 25 Prozent

Carolina Hurricanes: 73 Punkte

Dass sich sogar die Hurricanes mit satten 44 Saisonniederlagen noch Hoffnungen auf das Erreichen der Playoffs machen dürfen, spricht eigentlich nicht gerade für die ausgeglichene Stärke der Eastern Conference. Aber die Canes haben sich ihren kleinen Hoffnungsschimmer durchaus verdient mit zuletzt drei Siegen in Serie, unter anderem ein Shutout gegen die St. Louis Blues, dem aktuell besten Team der NHL.
Playoff-Chancen: 20 Prozent

Western Conference

Dallas Stars: 85 Punkte

Noch spannender als im Osten ist es in der Western Conference. Sechs Teams, die noch um drei Playoff-Plätze kämpfen, werden gerade einmal durch drei Punkte getrennt. Die Dallas Stars führen derzeit als Erster der Pacific Division dieses Sextett an und haben sich diesen Platz auch mit einem Riesenlauf in den letzten 14 Spielen verdient. Nach überragendem Saisonstart waren die Stars zwischendurch komplett eingebrochen und hatten mit den Playoffs eigentlich nichts mehr am Hut, aber mit elf Siegen seit Ende Februar haben sich die Texaner sogar wieder an die Spitze der Pacific Division katapultiert.
Playoff-Chancen: 70 Prozent

Colorado Avalanche: 85 Punkte

Das Team aus Denver hat sich dank großer Nervenstärke zur Zeit einen Platz in den Playoffs erarbeitet. Von den sieben Siegen aus den letzten neun Spielen wurden vier in Verlängerung oder Penaltyschießen gewonnen, nur einmal konnte die Avalanche nicht den Extra-Zähler mitnehmen, wenn das Spiel nicht in regulärer Spielzeit entschieden wurde. Allerdings hat Colorado bereits ein oder zwei Spiele mehr als die direkte Konkurrenz absolviert und das Restprogramm hat es in sich.
Playoff-Chancen: 60 Prozent

Los Angeles Kings: 84 Punkte

Dass die Kings auf jeden Fall in die Playoffs kommen wollen, zeigten sie in den letzten fünf Spielen, in denen sie Siege gegen direkte Playoff-Konkurrenz feiern konnten. Angeführt von ihrer überragenden Defensive - der zweitbesten der NHL - und ihrem Ausnahme-Goalie Jonathan Quick, haben sich die Kings auf den achten Platz der Western Conference vorgearbeitet. Die Kings müssen noch dreimal gegen direkte Konkurrenz ran (zweimal San Jose, einmal Calgary) und auch die anderen Gegner des Restprogramms sind nicht zu verachten.
Playoff-Chancen: 60 Prozent

Phoenix Coyotes: 84 Punkte

Nachdem es lange Zeit so aussah, als müsste ich erneut mit der Papiertüte der Schande über dem Kopf herumlaufen, nachdem ich vor dieser NHL-Saison erneut die Coyotes als Enttäuschung der Saison prognostiziert hatte, geht dem Team aus der Wüste nun doch die Luft aus. Im März stehen acht Niederlagen nur drei Siege gegenüber und in den letzten acht Saisonspielen müssen die Coyotes noch zweimal gegen NHL-Leader St. Louis und dreimal gegen direkte Konkurrenz um die Playoff-Plätze ran.
Playoff-Chancen: 40 Prozent

San Jose Sharks: 82 Punkte

Ähnlich wie bei den Coyotes sieht es bei den Sharks aus. Nur, dass bei den Kaliforniern schon lange nur noch wenig geht. Eigentlich war das Team bereits sicher in den Playoffs, doch seit Anfang Februar haben die Sharks gerade einmal acht NHL-Spiele gewonnen. Dem gegenüber stehen 17 Niederlagen - wahrlich keine Playoff-Bilanz. In den letzten beiden Saisonspiele geht es gegen die Kings vielleicht sogar noch im direkten Duell um einen Playoff-Platz. Insgesamt haben die Sharks auch vielleicht das schwerste Restprogramm der Western Conference-Kandidaten.
Playoff-Chancen: 35 Prozent

Calgary Flames: 82 Punkte

Gegen Ende der Saison haben sich die Flames Schritt für Schritt noch einmal in Playoff-Nähe gearbeitet, aber selbst während der zwischenzeitlichen Siegesserie von fünf Spielen langte es nur zu einem kurzen Zwischenstopp auf einem Playoff-Platz, aber andererseits sind die Flames auch mit zuletzt drei Niederlagen in Folge noch nicht ganz aus dem Rennen. Sollten am Ende die Playoffs verpasst werden, so dürfte der Hauptgrund bei der schwachen Performance nach der regulären Spielzeit liegen: 14 Niederlagen in Overtime oder Penaltyschießen sind schwächster Wert in der Western Conference. Nur fünfmal konnten die Flames noch den Extrapunkt erringen.
Playoff-Chancen: 35 Prozent

Henning Schulz

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