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NHL NHL-Playoffs - Bruins gehen gegen Capitals wieder in Führung


Langweilig sei die Serie zwischen den Boston Bruins und Washington Capitals in der ersten Runde der NHL-Playoffs, hatte es nach den ersten beiden Begegnungen geheißen. Gegen diesen Ruf arbeiteten beide Teams im dritten Spiel - mit Toren und vielen kleinen Scharmützeln, die Washingtons Coach an Rugby erinnerten.

Bruins-Kapitän Zdeno Chara ist für seine Kompromisslosigkeit bekannt und hält die gegnerischen Angreifer gerne mit allen Mitteln vom eigenen Tor fern. Beim 4:3 der Bostoner bei den Washington Capitals im dritten Spiel der NHL-Playoff-Serie in der Eastern Conference war es jedoch keine Defensivaktion, die Chara zum Matchwinner machte: Abwehr-Partner Dennis Seidenberg spielte den Puck zu Patrice Bergeron, der legte an Washingtons Blueline quer zu Chara, der mit voller Wucht abzog und Boston die 2:1-Führung in der Serie bescherte.

Von Beginn an schienen beide Teams darauf aus, das Manko, die gegenüber der Battle of Pennsylvania langweiligere Erstrundenserie zu sein, ausmerzen zu wollen. Zwar brachten sie es nicht, wie Pittsburgh und Philadelphia einen Tag zuvor, auf 158 Strafminuten, doch viele Scharmützel, einige Strafen und eine Matchstrafe bestimmten unter anderem das Geschehen.

"Es war wie ein Rugby-Spiel", befand Capitals Coach Dale Hunter angesichts vieler kleiner Nicklichkeiten in Nicht-Spiel-Situationen gegenüber espn.com. "Das ist Playoff-Hockey", erklärte Bostons Daniel Paille bei nhl.com.

Capitals legen vor – Bruins antworten

Dazu gab es sieben Toren, was die Trefferausbeute der ersten beiden Begegnungen (1:0 für Boston, 2:1 für Washington) fast verdoppelte. Im ersten Abschnitt war die Partie noch harmlos an beiden Fronten gestartet – erst nach 16 Minuten kam Washingtons Alexander Semin im 18.506 Zuschauern voll besetzten heimischen Verizon Center zum einzigen Treffer.

Die Führung konnte Rich Peverley (20:35) nach der Pause egalisieren, doch die Freude über den Ausgleich währte nur kurz, traf doch fast im Gegenzu Alex Ovechkin (20:48) zur erneuten Heimführung. Doch die Gäste ließen nicht nach und kamen schließlich wieder durch einen Spieler aus den hinteren Reihen, Daniel Paille, zum 2:2 (29:38).

Backström vor der Sperre?

Im dritten Drittel wurde nicht nur treffertechnisch der bisherige Verlauf des Spiels umgedreht: Brian Rolston (41:02) traf zur ersten Bruins-Führung in der Partie, die später seinerseits Brooks Laich (54:00) konterte. Als alle Zuschauer sich auf eine Verlängerung eingestellt hatten und beide Teams um jeweils einen Mann dezimiert auftraten, entschied Chara die Partie (58:07).

Für ein unerfreuliches Nachspiel sorgte ein sichtlich frustrierter Nicklas Backström, der sich mit der Schlusssirene zu einem Cross-Check in Peverlys Gesicht hinreißen ließ und dafür die Matchstrafe kassierte, die in eine eventuelle Spielsperre umgemünzt werden könnte.

Bruins-Coach Claude Julien war gegenüber bostonherald.com wenig erfreut über Backströms Aktion: "Das war bereits zum dritten Mal in drei Spielen ein Cross-Check ins Gesicht eines unserer Spieler. Bevor das einreißt, sollte sich jemand darum kümmern", erklärte er wohl auch in Richtung Brendan Shanahan, dem NHL-Vizepräsidenten, der für die Strafen zuständig ist.

Rangers gehen wieder in Führung - Blues auch

Dank des Goldenen Tores von Brian Boyle (47:35 Minuten) haben die New York Rangers das dritte Spiel bei den Ottawa Senators für sich entschieden und sind wieder mit 2:1 in Serienführung. Bedanken mussten sich die Rangers zudem bei Goalie Henrik Lundqvist, der mit 39 Saves sein viertes Shutout in seiner Playoff-Karriere feierte.

Ein 4:3 im ebenfalls dritten Spiel haben die St. Louis Blues bei den San Jose Sharks wieder in Führung gebracht. Das erste Drittel hatten beide Teams noch ausgeglichen gestalten können, nachdem St. Louis durch Patrick Berglund (14:31 Minuten) in Führung gegangen war, kurz danach San Jose allerdings mit Brent Burns (16:45) konterte. Doch der zweite Abschnitt gehörte den Gästen, bei denen Andy McDonald (21:01) und Jason Arnott (30:06) zuschlugen. Nach der zweiten Pause baute Alexander Steen (40:59) die Führung sogar noch aus, sodass die Tore von Colin White (56:58) und Logan Couture (59:43) am Ende nur noch Ergebniskosmetik waren.

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