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Olympia 2012: Leipzig

Schon Erich Honecker wollte Olympia nach Leipzig holen: Im Juni 1989 sagte er, die Stadt solle sich für die Spiele 2004 bewerben.

Schon Erich Honecker wollte Olympia nach Leipzig holen: Im Juni 1989 sagte er, die Stadt solle sich für die Spiele 2004 bewerben. Wenig später hatte er nicht nur diesen Traum ausgeträumt, und "Schuld" daran waren nicht zuletzt die Leipziger. Die Ausstellung "Olympische Visionen auf dem Weg zur Realität" wirbt deshalb nicht nur für die Spiele, sondern zeigt noch einmal Bilder vom deutschen Herbst 1989. Kein anderer Olympia-Bewerber, folgert Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee, hätte den olympischen Gedanken der Völkerverständigung so vorgelebt wie die Menschen hier.

Die ganze Stadt ein Olympisches Dorf

Den vermeintlichen Nachteil, die Stadt sei zu klein für ein so großes Ereignis, sehen die Leipziger als Vorteil: Da könnte eben gleich die ganze Stadt Olympisches Dorf werden. Und nicht nur Leipzig, das mit rund vier Millionen Euro den kleinsten Etat aller Bewerber hat, sondern ganz Sachsen erhofft sich von den Spielen einen weiten Sprung in die Zukunft. Die Vergabe von Wettbewerben nach Chemnitz, Dresden, Riesa und Halle soll den Ausbau des Straßen- und Schienennetzes beschleunigen.

Stern-Prognose:

Natürlich genießt der einzige Bewerber aus dem Osten der jüngeren Geschichte wegen Sympathien weit über Sachsen hinaus. Doch die ungenügende Infrastruktur der Region wiegt zu schwer. Und einen Ost-Bonus gibt?s bei der internationalen Entscheidung nicht. Das wissen auch die NOK-Mitglieder. Nur Außenseiterchancen

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