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Radsport: Edvald Boasson Hagen gewinnt 17. Etappe der Tour de France

Trotz des ungewollten Ausflugs in den Hof eines Anwohners fährt Thomas Voeckler auch nach der 17. Etappe einen weiteren Tag in Gelb. Den Tagessieg sicherte sich Edvald Boasson Hagen. Enttäuscht war Alberto Contador, der trotz großer Risiken am Ende keinen Zeitgewinn erzielen konnte.

Trotz des ungewollten Ausflugs in den Hof eines Anwohners fährt Thomas Voeckler auch nach der 17. Etappe einen weiteren Tag in Gelb. Der Franzose hat jedoch nur noch einen Vorsprung von 78 Sekunden auf Cadel Evans. Den Tagessieg sicherte sich zum zweiten Mal bei dieser Tour Edvald Boasson Hagen.

Enttäuscht war Alberto Contador, der trotz großer Risiken am Ende keinen Zeitgewinn erzielen konnte und nach 179 Kilometern Kopf an Kopf mit seinen Hauptrivalen Andy und Frank Schleck sowie Cadel Evans über die Ziellinie fuhr.

Voeckler auf dem Auto-Parkplatz

Der Franzose Thomas Voeckler konnte seine Position an der Spitze des Gesamtklassements noch einmal mit 1:18 Minuten Vorsprung vor Evans verteidigen, obwohl er sich auf der Abfahrt vom Pramartino zweimal folgenschwer versteuerte. Einmal landete er auf einem Auto-Parkplatz. Da er nicht als unbedingter Bergspezialist gilt, dürften seine Tageim Gelben Trikot vor den Bergetappen allerdings gezählt sein.

"Heute haben die Jungs gezeigt, dass sie sich nach der Enttäuschung vom Dienstag zurückkämpfen können. Contador ging auf der Abfahrt die meisten Risiken ein und wurde dafür nicht belohnt", stellte Schlecks Teamchef Brian Nygaard fest, der sich über das Patt der Favoriten freute, nachdem seine Topfahrer am Vortag gegen Contador wertvolle Sekunden eingebüßt hatten.

"Die Schlecks waren gewappnet"

Contador war mit dem Verlauf der Etappe jedoch nicht zufrieden. "Beim Aufstieg wurde ich von einem Sturz behindert und musste viel investieren, um wieder heranzukommen. Ich musste etwas versuchen, aber die Schlecks waren nach gestern natürlich gewappnet", sagte der dreifache Toursieger aus Spanien.

Wie am Vortag hatte Contador wieder sein Glück im Angriff versucht. Bergab über einen dunklen, schmalen Waldweg mit schlechtem Asphalt setzte er alles auf eine Karte, konnte sich zeitweise auch um Sekunden von seinen Widersachern absetzen, verlor dann aber wieder seinen Vorsprung. Bei Regen - zum Glück war es am Mittwoch bei wieder typischem Tour-Wetter trocken - hätten sich Sturz-Tragödien abspielen können. Schon an den Vortagen hatte Andy Schleck vor der halsbrecherischen, acht Kilometer langen Abfahrt gewarnt.

Die schwerste Aufgabe kommt noch

Knapp 60 Kilometer nach dem Start hatte sich eine 14-köpfige Spitzengruppe gebildet, die sich schnell einen großen Vorsprung erarbeitet hatte. Der Spanier Ruben Perez Moreno hatte sich daraus auf dem vorletzten Anstieg nach Sestrière abgesetzt, wurde aber bald wieder eingeholt.

Wenig später hatte Hagen ("Es ist ein großartiges Gefühl, zum zweiten Mal zu gewinnen") die Regie an der Spitze übernommen. Insgesamt standen am Mittwoch fünf Anstiege auf dem Tour-Menü-Plan. Die beiden schwersten Alpenetappen stehen am Donnerstag (Ziel auf dem 2645 Meter hohen Galibier) und Freitag (L'Alpe d'Huez) auf dem Programm.

sportal.de / sportal

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