Rallye Dakar Der Schlussakt für Kleinschmidt


Jutta Kleinschmidt und Andrea Mayer sind gut in die letzten Etappen der Rallye Dakar gestartet. Nach ihrem großen Pech am sechsten Tag hat die frühere Dakar-Siegerin Kleinschmidt aber nichts mehr mit der Entscheidung zu tun.

Die deutschen "Wüsten-Ladies" Jutta Kleinschmidt und Andrea Mayer sind gut in den Schlussakt der 26. Rallye Dakar mit sechs noch zu bewältigenden Etappen gestartet. Auf der 213 km langen Prüfung in Mali fuhr Jutta Kleinschmidt im VW Touareg die sechstbeste Zeit. Nach ihrem großen Pech am sechsten Rallyetag hat aber die Dakar-Siegerin von 2001 nichts mehr mit der Entscheidung zu tun. Sie rangiert mit einem Rückstand von 20:42:05 Stunden auf dem 26. Gesamtplatz. Andrea Mayer war am Dienstag im Mitsubishi Pajero Zehnte und verteidigte zusammen mit ihrem Münchner Beifahrer Andreas Schulz ihren sechsten Gesamtrang.

Unterbrechung von drei Tagen

Nach einer Unterbrechung von drei Tagen aus Sicherheitsgründen wegen befürchteter Anschläge und einer Ruhepause startete der Marathon-Klassiker in die zweite Halbzeit. Die 666 km lange Etappe von Bobo-Dioulasso in die malische Hauptstadt Bamako führte durch einige Dörfer, in denen nur eine mit Radargeräten überwachte Geschwindigkeit von 30 km/h erlaubt war. "Die heutige Etappe war sehr schnell, verlangte aber auch durch die Tempokontrollen ein hohes Maß an Disziplin. Sie ermöglichte aber durch das ständige Beschleunigen und Bremsen keinen normalen Rhythmus", erklärte die Wahl-Monegassin Kleinschmidt.

An der Spitze dominiert weiter der achtmalige Dakar-Rekordsieger Mitsubishi. Der Franzose Stéphane Peterhansel, sechsfacher Gewinner der Motorrad-Wertung, baute seine Führung leicht auf 1:04:43 Stunden zu seinem japanischen Mitsubishi-Kollegen Hiroshi Masuoka, Sieger der beiden letzten Jahre, aus. Jean-Louis Schlesser, Gewinner 1999 und 2000, im Ford-Buggy behauptete seinen dritten Platz, reduzierte aber seinen Rückstand auf 2:18.16 Stunden. Der ehemalige Ski-Weltmeister Luc Alphand (Frankreich) erzielte im BMW X5 des hessischen X-Raid- Teams seinen ersten Tagessieg und tauschte mit seinem belgischen Teampartner Grégoire de Mévius die Plätze vier und fünf.

In der Motorrad-Wertung führt Nani Roma

In der Motorrad-Wertung vergrößerte der führende Spanier Nani Roma seinen Vorsprung auf 10:06 Minuten zu seinem französischen KTM-Markenkollegen Richard Sainct, dem letztjährigen Sieger. Mit einem Rückstand von 28:53 Minuten behauptete der Südafrikaner Alfie Cox auf einer weiteren KTM seinen dritten Platz.

Die 26. Ausgabe der Wüsten-Rallye, die von den meisten Teilnehmern als eine der härtesten eingestuft wird, hat in der ersten Halbzeit das Teilnehmerfeld stark ausgedünnt. Von den 142 im französischen Clermont-Ferrand gestarteten Autos sind nur 72 zur zweiten Hälfte gestartet, bei den 195 gestarteten Motorrädern waren es am Dienstag nur noch 77.

Toni Hoffmann DPA

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