Skandal in der NBA Waffenbesitz in der Umkleidekabine


Eklat in der Amerikanischen Basketball-Liga NBA: Gilbert Arenas von den Washington Wizards hat eine Schusswaffe mit zu einem Liga-Spiel gebracht. Angeblich wollte er Wettschulden von einem Mitspieler zurückfordern. Liga-Verantwortliche haben den Spieler nun suspendiert.

Weil er in der Mannschaftskabine eine Waffe deponiert hatte, ist US-Basketballstar Gilbert Arenas von den Washington Wizards bis auf weiteres suspendiert worden. "Sein Verhalten taugt zur Zeit nicht dafür, auf dem Parkett zu stehen", sagte NBA-Chef David Stern Stern am Mittwoch über den dreifachen Allstar. "Herr Arenas wird mit sofortiger Wirkung und ohne Bezahlung suspendiert. Alles andere ist vom Ausgang der Untersuchung abhängig", sagte der Boss der besten Basketball-Liga der Welt. Anfang der Woche war Arenas bereits von einem Bundesstaatsanwalt vernommen worden.

In Arenas’ Spind war Ende des vergangenen Jahres eine Schusswaffe gefunden worden. Nach einem Bericht der "New York Post" sollen sich Arenas und sein Teamkollege Javaris Crittenton in der Kabine sogar gegenseitig mit Waffen bedroht haben. Nach Angaben der Boulevard- Zeitung soll es dabei um nicht bezahlte Spielschulden gegangen sein. Der Star von den Washington Wizards hatte dies jedoch dementiert und behauptet, er habe die Waffe nur mit in die Halle genommen, weil er sie nach der Geburt seiner Tochter nicht mehr in seinem Haus haben wollte.

Am Dienstag hatte sich Arenas jedoch zudem in einer Pose fotografieren lassen, in der er mit der Hand eine Pistole nachgemacht hatte. Diese als Scherz gemeinte Aktion brachte das Fass für Stern zum Überlaufen. "Der Besitz von Feuerwaffen eines NBA-Spielers in einer NBA-Arena ist für uns ein Fall von höchster Besorgnis", sagte Stern. Wie lange Arenas suspendiert bleibt, steht noch nicht fest.

Jedes Spiel, dass er wegen der Sperre verpasst, kostet den 28- Jährigen 147 200 Dollar aus seinem mit 111 Millionen Dollar dotierten Sechsjahres-Vertrag. Wohl auch deshalb zeigte sich der Guard inzwischen einsichtig. "Ich sehe jetzt ein, dass das, was ich gemacht habe, ein Fehler war. Mit Waffen zu spielen, ist kein Witz", sagte Arenas.

Für eine große Überraschung sorgten im Spielbetrieb unterdessen Nationalspieler Chris Kaman und die Los Angeles Clippers. Im Stadtderby gegen die Los Angeles Lakers gewannen die Clippers mit 102:91 und feierten damit den ersten Sieg gegen den großen Rivalen seit der Saison 2006/2007. Kaman unterstrich seine derzeit gute Form mit 21 Punkten und 14 Rebounds. Kobe Bryant kam bei den Lakers auf 33 Zähler. Trotz der Pleite bleiben die Lakers mit einer Bilanz von 28 Erfolgen und sieben Niederlagen das beste Team der Liga.

DPA/feh


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