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Solarauto-Rennen: Mit der Kraft der Sonne zur neuen Bestzeit

Quer durch Australien führt das Solarauto-Rennen "World Solar Challenge". In hochtechnischen Rennwagen sind Fahrer aus aller Welt auf der Flucht vor ihrem größten Feind - den Wolken.

Mit einer neuen Rekordzeit ist das traditionsreiche Solarauto-Rennen "World Solar Challenge" über 3021 Kilometer quer durch Australien am Mittwoch zu Ende gegangen. Alleine mit der Kraft der Sonne schaffte das niederländische Team Nuna 3 die Strecke von Darwin im Norden nach Adelaide im Süden des Fünften Kontinents in nur 29 Stunden und 11 Minuten, wie die Rennleitung mitteilte. Es unterbot damit die bisherige Rekordzeit von 2003 um mehr als eine Stunde. Die Niederländer waren mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 103 Stundenkilometern unterwegs. Auf Rang zwei und drei kamen Mannschaften aus Australien und den USA.

Längst ist das "World Solar Challenge"-Rennen keine Angelegenheit solarbegeisterter Freizeitbastler mehr, sagte Rennleiter Chris Selwood. "Die Wagen werden vor ihrem Bau am Computer modelliert", erläuterte er. In den Autos stecke vielfach Elektronik, die in den Forschungslaboren großer Universitäten entwickelt worden sei.

"Wir waren immer vor den Wolken, die anderen darunter"

Nuna-3-Sprecherin Anne-Marie Rasschaert sagte, das Team hätte sich bei dem Rennen etwas mehr Wettbewerb gewünscht. "Es wäre schön gewesen, wenn wir nicht in den ersten drei Stunden schon alle überholt und dann nur noch den Abstand vergrößert hätten." Allerdings habe man auch Glück mit dem Wetter gehabt: "Wir waren immer vor den Wolken, die anderen darunter", sagte Rasschaert. "Aber ich denke auch, dass Nuna 3 das beste Solarauto ist, da je gebaut wurde."

DPA / DPA
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