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Team Germany: Mit null Stress zum America's Cup

Mit einer starken Mannschaft will das Team Germany in den Testregatten für den America's Cup zu neuer Form finden. Elf Teams aus neun Nationen treten dabei vor Sizilien gegeneinander an - die deutschen Segler zeigen sich entspannt.

Nach den internen Unruhen in den vergangenen Monaten startet das Team Germany mit neuer Kraft und neuem Geist in die Vorregatten zum Segelklassiker America’s Cup. Die Testregatten mit der Bezeichnung "Louis Vuitton Acts" finden vom 29. September bis zum 9. Oktober vor Trapani/Sizilien statt.

"Ich glaube, dass wir uns in den letzten Wochen weiterentwickelt haben", sagte der dänische Skipper Jesper Bank. "Als wir in Trapani ankamen, war unser Boot bereits vorbereitet. Der Druck alles selber machen zu müssen, weicht langsam. Das ist neu. Wir haben null Stress und gehen viel lockerer in die Rennen."

Ein neunter Platz im Rennen ist das Ziel

Wie die meisten Teams wohnt auch die Mehrheit der deutschen Segler während der Serie auf dem israelischen Kreuzfahrtschiff "Dream Princess", das in Segler-Kreisen in Erinnerung an eine US- Fernsehserie aus den siebziger Jahren "Love Boat" genannt wird. In dem kleinen Inselort Trapani leben rund 60.000 Menschen. Weil es an Unterkünften mangelte, hat das Cup-Management zwei Kreuzfahrtschiffe gechartert, eines für die Teams und eines für Organisatoren, Gäste und Medien.

Sportlich setzt Doppel-Olympiasieger Bank auf eine weitere Steigerung seiner Mannschaft, die nun 24 Crew-Mitglieder umfasst und zuletzt um Markus Koy (Hamburg) und Jan Schoepe (Cuxhaven) wuchs. "Wir haben in Sachen Teamstärke fast den Idealzustand erreicht und verfügen nun auch über gute Unterstützung", sagte Bank. Die Ziele für sein United Internet Team Germany hat der 48 Jahre alte Skipper und Steuermann klar umrissen: "Wenn wir Neunte im Matchrace werden könnten, wäre ich stolz. Den siebten Platz im Fleetrace zu halten, wird aber schwer." Bei den sechstägigen Matchrace-Serien trifft jedes Team einzeln auf jedes andere. Nach einer zweitägigen Pause bestreiten alle zwölf Yachten fünf Rennen nach dem Prinzip Jeder-Gegen-Jeden - sogenannte Fleetraces.

An den Start auf dem Mittelmeer-Revier gehen elf America’s-Cup- Herausforderer aus neun Nationen sowie die Schweizer Cup-Verteidiger vom Team Alinghi.

DPA / DPA

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