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Tour-Showdown in den Alpen: Kämpfen, beißen, sich zerreißen

Mit den Höhenmetern steigert sich bei der Tour die Spannung: Lance Armstrongs Team hat in den Vogesen Schwächen offenbart - für die Konkurrenten um Jan Ullrich schlägt nun die Stunde der Wahrheit.

Schmerzende Rippen, ein Veilchen über dem Auge, eine Schnittwunde am Hals, Schürfwunden am ganzen Körper. Das Lächeln von Jan Ullrich wirkt gequält. Zu deutlich sind die Spuren, die der Sturz in die Heckscheibe eines Begleitwagens beim Training und neun Tage später auf der 9. Etappe Richtung Mulhouse hinterlassen hat. Schon nach einer Woche ist die diesjährige Tour für ihn zur Tortur geworden. Doch noch macht er gute Miene zum bösen Ziel. "Je mehr ich kämpfe, desto weniger spüre ich die Schmerzen", sagte er trotzig.

Wie alle anderen Herausforderer von Lance Armstrong weiß Ullrich, dass mit den ersten Alpenetappen, hinauf nach Courchevel und Briançon, das große Favoritensterben einsetzen wird. An Bergen der höchsten Schwierigkeitskategorie müssen Ullrich, Alexander Winokurow und Ivan Basso (CSC) gegen Lance Armstrong bestehen oder selbst Attacken fahren, um die Tour offen zu halten. Vor allem am Col de la Madeleine und Col du Galibier wird Ullrich versuchen, alle Kräfte zu mobilisieren. Brutale Anstiege mit bis zu 13 Prozent Steigungund sengende Sonne machen hier den Fahrern das Leben zur Hölle - vor allem für Jens Voigt dürfte es schwer werden, das Gelbe Trikot zu verteidigen.

Die Spreu trennt sich vom Weizen

Schon fordert die Tour der Leiden erste Opfer. Nicht nur Ullrich nutzte den Ruhetag am Montag in Grenoble zur Regeneration. Die wilde Hatz auf den ersten neun Etappen mit einem Stundenmittel von über 46 km/h hinterließ deutliche Spuren. Zahlreiche Fahrer wie der Schweizer Fabian Cancellara (Fassa Bortolo) klagen über Kniebeschwerden. Für andere ist das wichtigste Radrennen der Welt bereits zu Ende, bevor es richtig begonnen hat. Getröstet von Fans und Betreuern bestiegen sie schweren Herzens den Besenwagen.

Wie schnell aus einem Traum ein Albtraum werden kann, bekam vor allem David Zabriskie (CSC) zu spüren. Der gefeierte Sieger des Einzelzeitfahrens beim Tour-Start auf der Insel Noirmoutier stürzte drei Tage später beim Mannschaftszeitfahrten kurz vor dem Ziel. Alle Vorsätze, die durch Prellungen und Schürfwunden hervorgerufenen Schmerzen zu ignorieren, waren vergebens: Am Samstag wurde der Amerikaner schon bei der ersten Steigung abgehängt, quälte sich über 200 Kilomter allein Richtung Gérardmer und verlor 51 Minuten. Einen Tag später machte er der Quälerei ein Ende.

Nur Aufgabe als Ausweg

Wie Zabriskie wurde auch Christophe Mengin vom Helden zur tragischen Figur. Als Erster bog der Franzose vom Team Francaise des Jeux am Donnerstag nach einer mutigen Flucht auf die Zielgerade in Nancy ein, rutschte dabei jedoch von der glitschigen Straße und wurde von nachfolgenden Stürzenden förmlich zugedeckt. Trotz eines Jochbeinbruchs trat er am nächsten Tag an, stieg aber 24 Stunden später vom Rad. Neben Zabriskie und Mengin beendeten bereits weitere zwölf Fahrer vorzeitig die Tour, darunter Radprominenz wie der Spanier Igor Gonzales de Galdeano, ehemaliger Sieger der Deutschland- Tour.

Der Masochismus einiger Radprofis ist legendär. So quälte sich Tyler Hamilton vor zwei Jahren über mehrere Etappen mit einem Schlüsselbein-Anbruch bis auf die Champs Elysées und wurde Vierter. Ullrich-Teamgefährte Rolf Aldag kam 2002 mit einem Rippenbruch und 2003 mit einer Rippenprellung in Paris an. Solche Erfahrungen will sich der sechsmalige Gesamtsieger Lance Armstrong bei seiner letzten Tour-Teilnahme ersparen: "Ich bin ängstlicher als früher. In ein paar Wochen werde ich mich als Vollzeit-Vater um meine Kinder kümmern. Das möchte ich mit zwei Beinen und zwei Armen tun."

DPA / DPA

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(