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US Open: Federer im Eiltempo, ein Teenie sorgt für Furore

Für den fünfmaligen Serien-Champion Roger Federer läuft bei den US Open weiterhin alles nach Maß. Gegen Tommy Robredo erreichte der Weltranglistenerste mühelos das Viertelfinale. In der Damen-Konkurrenz sorgt hingegen eine Teenagerin für großes Aufsehen.

Roger Federer hatte es am Tag der Arbeit in New York eilig. In nur 108 Minuten stürmte der fünfmalige Serien-Champion aus der Schweiz am Montag (Ortszeit) ins Viertelfinale der US Open. Mit 7:5, 6:2, 6:2 setzte sich der Tennis-Branchenführer spielend leicht gegen den Spanier Tommy Robredo durch, der auch im neunten Vergleich mit dem 28 Jahren alten Zwillings-Vater den Kürzeren zog.

Oudin schreibt Geschichte

"Ich bin froh, gleich in Führung gegangen zu sein und dass mein Spiel heute wieder so gut war", sagte Federer. In der Runde zuvor hatte er gegen den Australier Lleyton Hewitt seinen bislang einzigen Satz bei dem Grand-Slam-Turnier in Flushing Meadows abgegeben. Er trifft nun auf den an Nummer zwölf gesetzten Robin Söderling. Der Schwede profitierte bei seinem Achtelfinal-Erfolg gegen Nikolai Dawidenko von einer Verletzung des Russen, der bei eigenem 5:7, 6:3, 2:6-Rückstand wegen Adduktoren-Problemen aufgab.

Publikumsliebling Melanie Oudin schaffte auch den dritten Streich und zog als jüngste Amerikanerin nach Serena Williams 1999 ins Viertelfinale ein. Die 17-Jährige besiegte mit Nadja Petrowa die vierte Russin nacheinander und wurde nach dem 1:6, 7:6 (7:2), 6:3 von den 24.166 Zuschauern im ausverkauften Arthur-Ashe-Stadion gefeiert wie eine Grand-Slam-Siegerin. "Ich kann es nicht erklären, wie ich das heute wieder geschafft habe", sagte die glücklich strahlende Oudin. "Aber ich weiß, dass ich gegen jede Gegnerin bestehen kann."

Schon in den beiden Runden zuvor hatte die kleine Kämpferin aus Marietta im US-Bundesstaat Georgia Fans und Experten gleichermaßen überrascht. Zunächst setzte sie sich gegen Olympiasiegerin Jelena Dementjewa 5:7, 6:4, 6:3 durch, dann ließ sie in der dritten Runde sogar die US-Open-Championesse von 2006, Maria Scharapowa, mit 3:6, 6:4, 7:5 schlecht aussehen. Im ersten Grand-Slam-Viertelfinale ihrer Karriere trifft die Weltranglisten-70. nun auf Swetlana Kusnezowa aus Russland, die zum Auftakt Julia Görges ausgeschaltet hatte, oder Caroline Wozniacki aus Dänemark.

Petrowa hatte im Doppel-Achtelfinale Anna-Lena Grönefeld aus dem Wettbewerb geworfen. An der Seite der Amerikanerin Bethanie Mattek-Sands siegte sie mit 7:6 (8:6), 3:6, 6:3 gegen die Nordhornerin und deren Schweizer Partnerin Patty Schnyder. Grönefeld schied auch im Mixed mit Mark Knowles von den Bahamas im Achtelfinale aus. Die Hoffnungen auf den zweiten Grand-Slam-Sieg nach Wimbledon vor gut zwei Monaten erfüllten sich für die deutlich aufsteigende Form zeigende Grönefeld nicht.

Andreas Bellinger/DPA / DPA

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