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Vladimir Klitschko: Kampf gegen den US-Brocken

Zum 50. Mal steigt Schwergewichts-Weltmeister Vladimir Klitschko am Samstag in den Ring und boxt in New York K.o.-Schläger Calvin Brock. Der Ukrainer scheint sich vor allem auf die Arena zu freuen.

Wladimir Klitschko kann es kaum erwarten, die Hauptattraktion im New Yorker Madison Square Garden zu sein. Die Tradition und Anziehungskraft des Box-Mekkas mitten in Manhattan haben es dem Schwergewichts-Weltmeisters des Verbandes IBF angetan. "Es ist eine große Ehre für mich, und ich bin sehr stolz, in dieser Arena boxen zu dürfen, in der schon so viele Größen des Boxsports aktiv waren," sagte der 30 Jahre alte Champion (46 Siege, drei Niederlagen) bei der letzten Pressekonferenz vor seiner Titelverteidigung am Samstag gegen den in 29 Kämpfen ungeschlagenen Herausforderer Calvin Brock (USA). Der Garden dürfte mit 16.000 Zuschauern ausverkauft sein.

In den Poconos Bergen im Osten Pennsylvanias weit weg von irgendwelchem Trubel holte sich Klitschko den Feinschliff für seinen 50. Profi-Kampf. "Da ist nicht viel los, und genau das wollten wir auch, weil wir uns so aufs Training konzentrieren konnten. Ich mag keine Voraussagen, aber ich hatte ein sehr gutes Trainingscamp und bin körperlich in hervorragender Verfassung. Ich werde Brock bestimmt nicht unterschätzen. Ich bin bereit für ihn", sagte Klitschko.

In den USA sehr beliebt

24 Stunden nach dem öffentlichen Training der beiden wurde auch bei dem Pflichttermin in der legendären Arena die Rollenverteilung schnell klar. Das Interesse der knapp 100 Journalisten und Fotografen konzentrierte sich auf den Champion, der mit Geduld den Interview-Marathon bewältigte. "Das Interesse an Wladimir ist unglaublich. Er ist in den USA sehr beliebt, und das freut uns", sagte Klitschkos Manager Bernd Bönte.

Brock schien sich unterdessen in seiner Rolle als Herausforderer wohl zu fühlen. "Natürlich ist Klitschko der Favorit, aber ich habe schon so viele Menschen Lügen gestraft, um überhaupt diese Titelchance zu bekommen. Deshalb sage ich, ich bin reif genug, Weltmeister zu werden", sagte der gelernte Banker aus Charlotte vor dem wichtigsten Kampf seiner Karriere. "Ich hatte die beste Vorbereitung meiner Karriere und weiß, dass ich alles in mir trage, Klitschko zu besiegen."

DPA / DPA

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