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WBO-Cruisergewicht Marco Huck verprügelt Hugo Hernan Garay


Boxweltmeister Marco Huck hat seinen WBO-Titel im Cruisergewicht gegen den Argentinier Hugo Hernan Garay mit einem K.o.-Sieg verteidigt. Bevor Huck seine sportliche Karriere weiter vorantreibt, steht nun erst einmal ein privater Termin im Vordergrund.

Boxweltmeister Marco Huck hat zwei Wochen vor seiner Hochzeit ordentlich Prügel ausgeteilt. Der Champion im WBO-Cruisergewicht verabschiedete sich Samstagnacht vor 3500 Zuschauern in München mit einem K.o.-Sieg in der zehnten Runde über den Argentinier Hugo Hernan Garay vom Junggesellendasein und bekam sich danach vor Freude kaum ein. "Ich wollte unbedingt als Weltmeister heiraten. Ich bin froh, dass ich das hinbekommen und für die Zuschauer eine gute Vorstellung abgeliefert habe", sagte Huck nach seiner siebten erfolgreichen Titelverteidigung.

Künftige Gattin blieb gelassen

Hucks Braut Amina saß das erste Mal am Ring und wirkte nach dem kräftigen Schlagwirbel ihres künftigen Gatten überraschend gelassen. "Ich bin ganz ruhiggeblieben", bekannte die 20 Jahre alte Serbin nach der Urteilsverkündung. Ihr Marco sei ein ganz Lieber: "Harte Schale, weicher Kern."

Herausforderer Garay bekam nur Ersteres zu spüren. Huck bearbeitete seinen Rivalen, der sich im Vorfeld mit einigen Verbalattacken unbeliebt gemacht hatte, mit der angedrohten Konsequenz. "Garay hatte mich vor dem Fight schon ein bisschen nervös gemacht. Jeder weiß, ich bin ein Hitzkopf. Doch dann bekam ich den Kampf immer besser in den Griff", schilderte der Bielefelder mit den serbischen Wurzeln das attraktive Gefecht, das 3,91 Millionen Zuschauer (21,8 Prozent Marktanteil) in der ARD live verfolgten.

In der zehnten Runde angezählt

Dass das Duell nicht über die Zeit gehen würde, zeichnete sich früh ab. Und auch, wer das bessere Ende für sich haben würde. Nach gut einer Minute der zehnten Runde traf Huck seinen Widersacher zweimal so hart, dass dieser zum zweiten Mal im Kampfverlauf zu Boden ging und vom Ringrichter ausgezählt wurde. "Marco hat einen großen Kampf gemacht", lobte Trainer Ulli Wegner den einzigen aktuellen deutschen Weltmeister in den Reihen des Sauerland-Stalls.

Ein ehemaliger Champion hat sich derweil zurückgemeldet. Ex-Weltmeister Arthur Abraham wird künftig eine Gewichtsklasse tiefer und damit wieder im Mittelgewicht boxen - in dem Limit, in dem er zwischen 2005 und 2009 den WM-Gürtel der IBF hielt. "Wir geben Arthur eine neue Chance. In zwei, drei Aufbaukämpfen soll er sich vom Gewicht her schrittweise auf das Mittelgewichts-Limit zubewegen", sagte Promoter Wilfried Sauerland der "Bild am Sonntag". Abrahams erster Kampf in der angestammten Kategorie soll im November stattfinden.

Erst die Heirat, dann der nächste Karriereschritt

Bis dahin will Huck den nächsten Teil seines sportlichen Karriereplans angehen und im Herbst eine Titelvereinigung mit WBC-Weltmeister Krzysztof Wlodarczyk (Polen) bestreiten. Vorher aber steht ein noch wichtigerer privater Termin an. In der serbischen Heimat wird der Wahl-Berliner am 30. Juli seiner Amina vor 1000 Gästen das Jawort geben.

Europameister Eduard Gutknecht hat das seinem Stallgefährten voraus und auch "familientechnisch" mit zwei Kindern einen Vorsprung. Sportlich hat sich der 29 Jahre alte Gifhorner aber immerhin in Hucks Fußstapfen begeben und seinen Halbschwergewichts-Titel gegen den Italiener Lorenzo Di Giacomo mit einem einstimmigen Punktsieg (119:107, 119:107, 120:105) zum ersten Mal verteidigt.

tkr/DPA DPA

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