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Wimbledon: Federer jagt den Rekord

Roger Federer ist in Wimbledon auf Rekord-Kurs. Der Schweizer will als erster Tennisprofi der Welt die internationalen englischen Tennismeisterschaften zum sechsten Mal in Serie gewinnen. Zum Auftakt kam er zu einem mühelosen 6:3, 6:2, 6:2 gegen den Slowaken Dominik Hrbaty. Und auch aus deutscher Sicht gibt es gute Nachrichten.

Die deutschen Tennisprofis haben zum Auftakt in Wimbledon eine überzeugende Wiedergutmachung für die Pleite von Paris verpasst. Während die Aushängeschilder Thomas Haas und Nicolas Kiefer noch einen Tag spielfrei genossen, schaffte zunächst nur Mischa Zverev mit seinem ersten Sieg auf dem "Heiligen Rasen" ein Achtungszeichen. Der 20-jährige Hamburger setzte sich überzeugend mit 6:3, 6:4, 6:4 gegen den Österreicher Alexander Peya durch. Die nächste Prüfung gegen den Spanier Juan Carlos Ferrero dürfte allerdings ungleich schwerer werden.

Ausgeschieden ist dagegen Tobias Kamke. Der 22-Jährige aus dem schleswig-holsteinischen Hartenholm wehrte sich gegen Andreas Seppi zwar tapfer, konnte die 7:5, 3:6, 2:6, 4:6-Niederlage gegen den Südtiroler aber nicht verhindern. Auch Angelique Kerber aus Kiel verpasste einen guten Start gegen die nur mit einer Wildcard ins Turnier gelangte Britin Jelena Baltasche. Nach Abwehr von drei Matchbällen unterlag die Weltranglisten-131. der 27 Plätze schlechter eingestuften Baltascha mit 3:6, 6:2, 5:7 und schied als erste des nur vier Spielerinnen starken deutschen Damen-Aufgebots aus.

Federer souverän in Runde zwei

Der Champion demonstrierte derweil ungebrochene Stärke. Roger Federer startete seine Rekord-Mission zum sechsten Titel in Serie mit einem souveränen 6:3, 6:2, 6:2 gegen den Slowaken Dominik Hrbaty. Ohne Fehl und Tadel spielte der 26-Jährige, dem Altmeister Björn Borg einen neuerlichen Triumph nicht zutraut. Der Schwede, der gleichfalls fünfmal nacheinander gewonnen hat, sieht Rafael Nadal und Novak Djokovic im Vorteil. BBC-Kommentator Boris Becker mahnte dagegen: "Ich würde nicht gegen Roger wetten."

"Es war ein guter Start gegen einen guten Freund, gegen den ich vorher in zwei Matches zweimal verloren habe", sagte Federer zufrieden lächelnd. Nächster Gegner des Schweizers ist der Schwede Robin Söderling. "Er ist ein harter Gegner; leicht wird das nicht", erklärte Federer nach der Kurzschicht auf dem neuen Center Court.

Die Angst vor Wettbetrügern bei den All England Championships war am Eröffnungstag kein großes Thema mehr. Dass vier Matches im Vorjahr betroffen gewesen sein sollen, kommentierte der Veranstalter kurz und knapp mit dem Hinweis, dass man nicht glaube, dass in diesem Jahr eine Gefahr durch die Wett-Mafia bestehe. "Wir betrachten es als ein potenzielles Problem, aber wir glauben im Moment nicht an eine aktuelle Gefahr", erklärte Ian Ritchie, der Geschäftsführer des All England Lawn Tennis & Crocket Club.

DPA / DPA

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