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Wimbledon-Finale Serena Williams holt sich die Tennis-Krone zurück


Es ist die Krönung ihres sensationellen Comebacks: Serena Williams hat die Polin Agnieszka Radwanska bezwungen und damit zum fünften Mal das Tennis-Turnier von Wimbledon gewonnen. Im zweiten Satz mussten ihre Fans allerdings zittern.

Serena Williams hat es allen noch einmal gezeigt und zum fünften Mal Wimbledon gewonnen. Die 30-jährige Amerikanerin besiegte beim berühmtesten Tennisturnier der Welt Kerber-Bezwingerin Agnieszka Radwanska mit 6:1, 5:7, 6:2. Radwanska war die erste polnische Grand-Slam-Finalistin seit 1939 - sie klettert in der Weltrangliste vom dritten auf den zweiten Rang. Vor den Augen von IOC-Präsident Jaques Rogge in der Royal Box holte sich Serena Williams ihren 14. Grand-Slam-Turniersieg - den ersten seit ihrem Comeback im Sommer 2011 nach dem lebensgefährlichen Blutgerinsel in der Lunge.

"Ich wollte mich einfach durch alles durchkämpfen", hatte Williams vor dem Match gesagt, die ab Montag wieder die Nummer vier der Tenniswelt ist. "Sie ist eine der größten Athletinnen dieses Sports", hatte Tennis-Legende und BBC-Experte John McEnroe vorher respektvoll erklärt. Allerdings hatte er von Radwanska geradezu geschwärmt und sie mit sich selbst verglichen: "Aga ist eine meiner Lieblingsspielerinnen und sie hat die besten Hände im Damentennis."

Regenpause beschert Radwanska Verschnaufpause

Williams war zunächst mit ihrem Powertennis übermächtig und Radwanska schien zu überwältigt von den Eindrücken ihres ersten Grand-Slam-Finals auf dem Centre Court im All England Club. Zudem hatte sie nach ihrem Halbfinalsieg gegen Deutschlands Top-Ten-Spielerin Kerber wegen Atemproblemen zwei Pressekonferenzen absagen müssen - sie wirkte nicht so spritzig wie in ihren vorigen Matches. So wurde es zunächst nicht das von Williams befürchtete "sehr physische Match".

Doch nach dem ersten völlig einseitigen Satz rettete Polens neue Sportheldin eine Regenpause, aus der sie deutlich stärker zurückkam und Williams ein Duell auf Augenhöhe bot. Williams haderte mit dem variablen, klugen Spielstil der Krakauerin, der an die Schweizerin Martina Hingis erinnert. Der zweite Satz ging knapp an Radwanska. Doch schließlich bewies Williams Nervenstärke und verwandelte im dritten Satz ihren ersten Matchball.

Mit 85 Assen trieb Williams ihre Gegnerinnen zur Verzweiflung

Williams hatte im Turnierverlauf mit ihren 85 Assen bis zum Finale für Furore gesorgt. "Sie hat noch nie in ihrer Karriere so gut aufgeschlagen wie in diesem Turnier", meinte Martina Navratilova.In der ewigen Bestenliste belegt die fast 31-jährige Serena Williams mit 14 Grand-Slam-Titeln Platz vier hinter Steffi Graf (22 Titel), Chris Evert (USA/18) und Navratilova (USA/18).

Und mit fünf Erfolgen bei den All England Championships zog sie zudem mit ihrer älteren Schwester Venus gleich, mit der sie am Samstag im Doppel-Endspiel steht. Außerdem kassierte sie einen Preisgeldscheck in Höhe von 1,15 Millionen Pfund (rund 1,45 Millionen Euro). Polens Tennis muss weiter auf seinen ersten Grand-Slam-Champion warten.

mai/DPA DPA

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