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Wimbledon Wimbledon - Lisicki souverän in Runde zwei


Eine langwierige Knöchelverletzung und zuletzt vier Auftaktpleiten in Serie – die bitteren Nackenschläge der letzten drei Monate hat Sabine Lisicki offenbar hinter sich gelassen. Mit einer souveränen Leistung schlug sie in Wimbledon ihre Auftaktgegnerin Petra Martic und zog in die zweite Runde ein.

Da war es wieder, dieses strahlende Lächeln, das Sabine Lisicki vor einem Jahr ins Halbfinale von Wimbledon getragen hatte, in dieser Saison auf den Courts zuletzt aber einem deutlich traurigeren Gesichtsausdruck hatte weichen müssen. Im April hatte sich die Deutsche beim WTA Turnier in Charleston eine Knöchelverletzung zugezogen, die sie zu einer Zwangspause verdonnert und gewaltig aus dem Tritt gebracht hatte.

Vier Erstrundenniederlagen bei ihren vier letzten Turnierstarts, waren ihre magere Empfehlung vor Wimbledon, wo sie zum Auftakt ihrer Negativbilanz mit einer insgesamt souveränen Leistung endlich ein Ende setzen und in Runde zwei einziehen konnte. In gerade einmal 65 Minuten schlug die Berlinerin die Kroatin Petra Martic glatt mit 6:4, 6:2 und hatte dabei nur zu Beginn des ersten Durchgangs ein paar kleinere Probleme.

Probleme gab es bei Lisicki nur zu Beginn

Bereits in ihrem zweiten Aufschlagspiel hatte Lisicki das erste Break hinnehmen und diesem Rückstand hinterherlaufen müssen. Zwar schwächelte ihre Gegnerin mit dem ersten Service, doch sie fand zunächst kein Mittel, den mit viel Kick gespielten zweiten Aufschlag entscheidend zu attackieren.

Dank ihres druckvoller werdenden Spiel konnte Lisicki aber dran bleiben, ein zu Null gewonnenes Aufschlagspiel zum 3:4 brachte Selbstvertrauen und die nötige Sicherheit zum wichtigen Break zum 4:4. Auch ihre beiden folgenden Aufschlagspiele gewann Lisicki ohne Punktverlust und sicherte sich nach etwas mehr als einer halben Stunde den ersten Durchgang.

Lisicki hatte jetzt eindeutig die Initiative im Match übernommen, obwohl Martic im zweiten Satz das Spiel bis zum 2:2 hatte offenhalten können. Dann streute die Kroatin weitere Doppelfehler ein und ermöglichte Lisicki durch einen Vorhandfehler das vorentscheidende Break zum 2:4. Im folgenden Aufschlagspiel lag Lisicki dann zwar zweimal hinten, ließ sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen, erhöhte auf 5:2 und nahm Martic zum Matchgewinn erneut den Aufschlag ab.

Machbare Gegnerin für Lisicki in Runde zwei

Nach dem verwandelten zweiten Matchball entfuhr ihr ein erleichtertes "Yes". Der Erfolg dürfte nach den vielen Nackenschlägen der zurückliegenden drei Monate neues Selbstbewusstsein bringen. Strahlend nahm Lisicki am Netz die Gratulationen ihrer Gegnerin entgegen.

In der zweiten Runde wird sie entweder auf die Serbin Bojana Jovanovski oder die Griechin Eleni Daniilidou treffen. Wer es auch sein wird, sicherlich eine lösbare Aufgabe für Lisicki und daher hoffentlich Anlass für ein weiteres strahlendes Gesicht.

Keinen Grund zum Strahlen hatte dagegen Tobias Kamke, der gegen den an Nummer 18 gesetzten Franzosen Richard Gasquet nicht den Hauch einer Chance hatte und entsprechend klar und deutlich mit 2:6, 2:6, 2:6 die Segel streichen musste.

Malte Asmus 

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