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Wintersport: Didier Cuche gewinnt Super G in Crans-Montana

Wenn es am besten ist, soll man aufhören - an diese Weisheit scheint sich Didier Cuche in seiner letzten Saison unbedingt halten zu wollen. Dank "Raketen" von seinem Servicemann gewann er den Super G. In seiner Heimat Crans-Montana peilt er den Erfolg in der Weltcup-Disziplinenwertung an.

Die extrem weiche Piste in Crans-Montana schien Didier Cuche bei einem weiteren Weltcup-Sieg in seiner letzten Saison nicht zu stören: Beim Heimweltcup gewann der Altmeister das Rennen im Super G.

"Es ist schon etwas Besonderes. Viele haben gefragt, wie das ist, wenn man daheim das letzte Rennen fährt. Ich musste die emotionale Seite beiseiteschieben, ich musste meine Leistung bringen - und die ist zum Glück gekommen", sagte der 37-Jährige. Wem er zu danken hatte, wusste Cuche nach seinem 21. alpinen Weltcup-Erfolg, dem erst zweiten in der Schweizer Heimat, ganz genau. "Der Sieg geht auf meinen Servicemann, er hat mir Raketen gegeben."

Cuche war bei schönstem Sonnenschein in 1:33,11 Minuten ins Ziel gerast. Dort konnte sich der älteste alpine Weltcup-Sieger über seinen vierten Saisonsieg nach den Erfolgen in den Abfahrten von Lake Louise, Kitzbühel und Garmisch-Partenkirchen freuen. Seine Gesamtbilanz mit nun 21 Siegen sorgte für besondere Freude. "Ich kann nicht glauben, dass ich genau soviele Siege habe wie Kjetil André Aamodt", zog er den Vergleich mit dem erfolgreichen Norweger.

Cuche vor Weltcup-Sieg im Super G

Am Samstag geht die Abschiedstour in Crans-Montana mit einem Super-G weiter, am Sonntag folgt noch ein Riesenslalom. Alle anderen Favoriten hatten auf dem immer weicher werdenden Untergrund das Cuche-Tempo nicht bringen können. Zweiter wurde Jan Hudec, auf Cuche fehlten ihm 0,16 Sekunden. Dritter wurde, mit einem Rückstand von 0,21 Sekunden, Benjamin Raich, der Österreich damit den ersten Podestplatz der Saison im Super-G bescherte.

Cuche hat nun noch gute Aussichten auf den Gewinn der kleinen Kristallkugel im Super-G. Hier liegt er mit 221 Punkten hinter Aksel Lund Svindal (Norwegen/259 Punkte) auf Platz zwei. Im Gesamtweltcup veränderte sich durch das erste der drei Crans-Montana-Rennen wenig. Der Schweizer Beat Feuz (1014 Punkte) enttäuschte als 20. und konnte nur elf Punkte auf den Führenden Marcel Hirscher (1055) und den zweitplatzierten Ivica Kostelic (nicht am Start) gut machen. Der Österreicher Hirscher verfehlte bei seinem Saisondebüt im Super-G die Punkteränge und ließ einen Start am Samstag vorerst offen.

Keppler fährt am Tor vorbei

Keinen Grund zur Freude hatte Stephan Keppler. Fitgespritzt um den Knieschmerzen zu trotzen, misslang dem 29-Jährigen die Fahrt auf der Piste Nationale in Crans-Montana gründlich. Am letzten Tor fuhr er schließlich vorbei und schied aus.

"Das Knie hat mir keine Probleme gemacht, aber ich mag es nicht, wenn die Piste so weich ist", sagte Keppler. Auch Tobias Stechert und Josef Ferstl kamen nicht ins Ziel. Andreas Sander verpasste in 1:36,05 Minuten die Punkteränge der besten 30.

sportal.de / sportal

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