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Fast Food: "Es war der schlimmste Burger King der Welt" - jetzt ist er geschlossen

In San Francisco wurde eine Burger-King-Filiale dicht gemacht. Dort scheint nahezu alles schrecklich gewesen zu sein - von Schimmel, über die ekligen Räume bis zum abstoßenden Publikum.

An einen Fastfood-Laden hat man keine zu hohen Erwartungen. Der Laden sollte sauber sein, das Essen schnell serviert werden und wie immer schmecken. Das war's bei den meisten auch schon. Wie viel dann trotzdem schief gehen kann, zeigt ein Burger King in San Francisco, der gerade geschlossen wurde.

"Der schlimmste Ort, an dem ich je war"; scheibt Besucher Chris bei Yelp. "Es riecht, als ob jemand auf den Boden gepisst hat. Das Essen ist so schlecht, es scheint ein Drogensüchtiger zubereitet zu haben." Zudem sei der Kuchen sichtbar geschimmelt gewesen. "Ich werde mich bei der Firmenzentrale beschweren."

Eine Beschwere nach der nächsten

Wie Chris scheint es vielen Menschen gegangen zu sein. Bei Yelp reiht sich eine 1-Sterne-Wertung an die nächste. Die Kunden bekamen vergammeltes Essen oder Falschgeld als Wechselgeld und fühlten sich vom Publikum bedroht. Auch der Laden selbst konnte nicht überzeugen. Die Kunden beklagen sich über klebrige Böden, das unfreundliche Personal und die lange Wartezeit.

Das größte Problem des Ladens scheint schlicht die Lage bei San Franciscos Civic Center zu sein. Die Gegend hat durch die Nähe zum Problemviertel Tenderloin schon seit Jahren einen zweifelhaften Ruf. "Es war der schlimmste Burger King der Welt", erklärte der Sicherheitsmann der gegenüberliegenden Bibliothek gegenüber "SF Gate". "Es sind die Leute hier. Der Starbucks gegenüber hat das gleiche Problem."

Problembezirk

Auch in den Yelp-Beiträgen finden sich unzählige direkte und indirekte Hinweise auf die zweifelhafte Kundschaft des Burger Kings. "Obdachlose latschen herein, holen sich einen Kaffee und sitzen den ganzen Tag herum", beschwert sich ein Kunde. "Ab und an verirren sich Touristen hierher. Die bleiben aber nur zum Essen, wenn sie mutig sind." Die meisten Kunden betonen, dass sie nur kommen, weil in der Gegend kaum etwas anderes zu finden sei.

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Tatsächlich beziehen sich auch die vereinzelten 5-Sterne-Bewertungen auf den Unterhaltungswert des Publikums. "Fünf Sterne für das Abenteuer, von Degenerierten umstellt zu sein", witzelt einer. Ein anderer lobt, die Filiale sei "der schäbigste Burger King, den ich je gesehen habe. Vor mir stand eine 1,80 Meter große Transvestiten-Prostituierte in Netzstrümpfen", freut er sich. "Ich weiß nicht, ob der Sicherheitsmann eine Knarre hat, aber er braucht ganz sicher eine."

Warum der Burger King nun geschlossen wurde, ist nicht bekannt. Lediglich ein Schild an der Tür soll darauf hinweisen, dass der Betrieb am 1. Oktober eingestellt worden sei. Anfang 2016 war die Filiale wegen Hygiene-Verstößen geschlossen worden. Die Liste an Gründen war lang: Lebensmittelvergiftungen, Krankheitsübertragung und Schädlingsbefall hätten für "gefährliche Bedingungen" gesorgt, hieß es damals von Seiten der Stadt. Das Restaurant sollte nachbessern. Glaubt man den Kundenberichten, ist das wohl nicht gelungen. 

Quelle: SF Gate, Yelp

mma
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