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Folgen kleiner als befürchtet: Züge bei der "Rheinbahn" zu breit: "Da haben wir einen Bock geschossen, keine Frage"

Zerknirscht gibt sich der Sprecher der "Rheinbahn" aus Düsseldorf, nachdem sich ein neues Stadtbahnmodell als zu breit herausstellte. Aber die Folgen der Fehlplanung sind offenbar kleiner als zunächst angenommen.

Das neue "Rheinbahn"-Fahrzeug vom Typ HF6

Es war ein Schreck für die Ingenieure der Düsseldorfer "Rheinbahn": Bei der Probefahrt des neuen Stadtbahntyps HF6 vor einer Woche schrammte ein Teil des Fahrzeuges am Bahnsteig der Station Duisburg-Duissern entlang – der Zug ist damit zu breit für den Einsatz auf der Linie U79, die von der Uni Düsseldorf über den Hauptbahnhof bis in die Nachbarstadt nach Duisburg-Meiderich führt. 

Am Triebwagen und am Bahnsteig seien jeweils nur "minimale" Schäden entstanden, sagt "Rheinbahn"-Sprecher Georg Schumacher jetzt dem stern

"Rheinbahn" gesteht Fehler ein

Die Ursache für die Panne war schnell gefunden. Im Duisburger Tunnel gibt es sechs 25 Zentimeter hohe Niederflur-Haltestellen, deren Bahnsteigkanten etwa sechs Zentimeter näher an die Bahn heranreichen als im übrigen Netz der "Rheinbahn". Der Haltestellentyp sei im sogenannten Lastenheft nicht berücksichtigt worden, räumte das Unternehmen ein – ein Fehler im eigenen Hause. Das Lastenheft legt die Anforderungen der Konstruktion für den Hersteller fest. "Da haben wir einen Bock geschossen, keine Frage", so Schumacher. "Unsere Planer waren ziemlich geknickt."

Dennoch seien die Folgen der Fehlplanung kleiner als zunächst befürchtet: Insgesamt können nur sechs der über 120 Stationen im Netz der Düsseldorfer Stadtbahn mit dem neuen Modell nicht angefahren werden. "Die neuen Züge können in ihrer jetzigen Form ohne Probleme auf einem Großteil unseres Netzes fahren und zahlreiche Linien bedienen", sagt der "Rheinbahn"-Sprecher.

Ein Einsatz der neuen Triebwagen auf der U79 sei ohnehin erst 2021 geplant gewesen. "Dort muss vorher noch veraltete Sicherungstechnik ausgetauscht werden", so Schumacher. Die zuständige Duisburger Verkehrsgesellschaft bestätigt die anstehende Erneuerung. Bis dahin werde die "Rheinbahn" noch andere Modelle ordern. "Den Planungsfehler werden wir dabei sicher nicht wiederholen", verspricht das Unternehmen.

Lieferung der neuen Züge für 2019 geplant

Bei dem von der Fehlplanung betroffenen Fahrzeug handelt es sich um einen Prototyp, der auf der Strecke nachts und ohne Fahrgäste an Bord getestet wurde. Die Erkenntnisse aus den Probefahrten sollen nun gemeinsam mit dem Hersteller "Bombardier" ausgewertet werden. Ob die Breite der Anbauteile des Drehgestells noch reduziert werden kann, sei ungewiss, sagt "Rheinbahn"-Sprecher Schumacher.

Insgesamt hat die "Rheinbahn" bei "Bombardier" 43 Züge vom Typ HF6 bestellt, laut Verkehrsunternehmen kosten sie zusammen mehr als 120 Millionen Euro. Der Beginn ihrer Auslieferung ist für den kommenden Herbst geplant. Ob sich die Inbetriebnahme durch den Zwischenfall verzögert oder das Projekt teurer wird, steht noch nicht fest. Zu möglichen personellen Konsequenzen infolge des Planungsfehlers wollte sich der Unternehmenssprecher nicht äußern.

Das neue "Rheinbahn"-Fahrzeug vom Typ HF6
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.