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Düsseldorf: 30-Jährigem droht Ärger mit der Bahn - weil er gültige Fahrkarten verschenkt

Ein Düsseldorfer nutzt seine Bahn-Fahrkarten oft nur für einen Bruchteil der erlaubten Zeit und verschenkt sie dann weiter. Das ist allerdings nicht erlaubt – dem Wohltäter könnte ein Bußgeld drohen.

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Ein 30-Jähriger verschenkt in Düsseldorf regelmäßig seine benutzten aber noch gültigen Fahrscheine weiter. Das Bahnunternehmen sieht das gar nicht gern (Symbolbild)

Die Lokalzeitung nennt ihn den "Rheinbahn-Robin-Hood" - ein 30-jähriger Düsseldorfer verschenkt seit Jahren seine benutzten aber noch gültigen Fahrscheine weiter. Dazu klemmt er die Fahrkarte gut sichtbar in den Fahrkartenautomaten. Die Tickets sind in Fahrtrichtung 90 Minuten gültig, meistens braucht der Wohltäter nur einen Teil dieses Zeitkontingents auf. So sollen nachfolgende Menschen die Möglichkeit bekommen, die Karte weiterzunutzen und ein paar Euro zu sparen.

Als der Düsseldorfer vor kurzem erstmals selbst ein Ticket im Automaten fand, postete er ein Foto davon bei Facebook. Der Post rief viele Reaktionen hervor, in den Kommentaren wurde heftig diskutiert. Es gab viele Nutzer, die die Idee befürworten, aber auch Skeptiker, die der Meinung sind, sie gehe zu Lasten der Allgemeinheit, weil die Rheinbahn ein öffentliches Verkehrsunternehmen im Besitz der Stadt ist. Aus Sicht der Rheinbahn ist der Fall ohnehin klar: "Einzelfahrkarten sind nicht übertragbar", zitiert "RP Online" einen Sprecher.

Seit Jahren schon klemme ich meine noch gültigen Einzelfahrten in den Automaten wenn ich aussteige. Gestern gab es das erste mal eins zurück 🙌

Gepostet von Kevin Kribben am Dienstag, 24. April 2018

Wer so ein Ticket weiterbenutze, fahre schwarz. Und wenn sich der Spender nach dem Ablegen der Karte ohne Fahrschein auf dem Bahnsteig erwischen lässt, droht auch ihm ein Bußgeld. Den 30-Jährigen ficht das nicht weiter an. Er will mit dem Schenken weitermachen, sagte er dem Blatt. Angesichts der immer teurer werdenden Tickets könnten viele Menschen die Ersparnis sicher gut gebrauchen, meint er. Viele Facebook-Nutzer sehen es ähnlich.

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