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Verdienst-Check: Was verdienen eigentlich Zugbegleiter?

Ihr Arbeitsplatz ist auf Deutschlands Schienen, sie kontrollieren die Fahrkarten und sind erste Ansprechperson für die Fahrgäste: die Zugbegleiter. Doch was verdienen diese Bahnmitarbeiter eigentlich?

Schaffner am Zug

"Vorsicht bei der Abfahrt": Was verdienen Schaffner eigentlich?

"Die Fahrscheine, bitte" oder auch "Vorsicht an der Bahnsteigkante": Die Sprüche der Zugbegleiter haben fast schon Kultstatus. Wem huscht schließlich nicht ein Grinsen übers Gesicht, wenn man mit "Sänk ju for träveling wis Deutsche Bahn" verabschiedet wird? Doch was verdienen Zugbegleiter, die früher auch Schaffner hießen und noch viel früher Kontrolleure, eigentlich? 

Wer Zugbegleiter werden will, braucht eine dreijährige Ausbildung als Kaufmann/ Kauffrau für Verkehrsservice. Im ersten Azubi-Jahr gibt es rund 880 Euro, im zweiten Jahr 947 Euro. Aber es muss nicht immer die klassische Ausbildung sein, auch Quereinsteiger können durch eine Umschulung ihren Arbeitsplatz auf die Schiene verlegen.

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Zugbegleiter bekommen Tariflohn

Klar ist: Für Zugbegleiter aber auch weiteres Bahnpersonal wie Servicekräfte im Bordbistro gilt ein Tariflohn. Berufseinsteiger bekommen monatlich rund 2240 Euro Grundgehalt. Dazu kommen allerlei Zulagen für Wochenend- und Feiertagsarbeit sowie für Überstunden und Nachtarbeit. Auch Auslandsschichten werden zusätzlich vergütet. Außerdem gibt es Extra-Geld für Kinder (rund 25 Euro pro Monat) und eine jährliche Zuwendung. Wer Personalverantwortung übernimmt und zum Zugchef aufsteigt, bekommt mindestens 2800 Euro (als Einstiegsgehalt). Seit 2018 gilt die 38-Stunden-Woche. Wer trotzdem 39 Stunden arbeitet, erhält sechs zusätzliche Urlaubstage.

Bahn sucht Zugbegleiter

Der Tariflohn gilt auch für das Servicepersonal im Bordrestaurant. Bistro-Stewards erhalten ein etwas geringeres Grundgehalt als Zugbegleiter. 

Übrigens: Aktuell sucht die Bahn Zugbegleiter an verschiedenen Standorten. Quereinsteiger mit einer abgeschlossenen Ausbildung und Erfahrung im Dienstleistungssektor werden neun Wochen geschult und können dann direkt als Zugbegleiter einsteigen. 

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.