11. September Deutsche Bank verklagt New York


Wegen Vernachlässigung ihres Bürohauses nach den Anschlägen vom 11.09.2001 hat die Deutsche Bank den Bundesstaat New York auf mehr als 500 Millionen Dollar Schadenersatz verklagt.

Die Deutsche Bank AG hat den Bundesstaat New York wegen Vernachlässigung ihres Bürohauses nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 auf mehr als 500 Millionen Dollar Schadenersatz verklagt. Das bestätigte am Donnerstag die Pressesprecherin der Bank, Rohini Pagasam. Das Gebäude, das gegenüber von Ground Zero liegt, sei ein totaler Verlust, heißt es in der Klageschrift der Bank, die am Mittwochabend bei einem Bundesgericht in Manhattan eingereicht wurde. Wie die Bank am Donnerstag mitteilte, sei es auf Grund der Versicherungspolicen notwendig, Klage zu erheben, um alle möglichen Ansprüche gegen Dritte zu wahren.

Der Bundesstaat New York habe es versäumt, die notwendigen Schritte einzuleiten, um das 41 Stockwerke hohe Gebäude nach dem Anschlag auf das World Trade Center zu schützen und zu säubern, heißt es in der Klageschrift. So seien Zehntausende Liter Wasser, die die Feuerwehr beim Löschen der Brände in das Gebäude gepumpt habe, nicht wieder abgepumt worden. Außerdem sei Vertretern der Bank der Zugang zum Gebäude verwehrt worden, so dass sie nichts zum Schutz des Eigentums hätten unternehmen können.

Die Bank beschuldigte den Staat ferner, die Arbeiter in der abgesperrten Zone nicht streng genug beaufsichtigt zu haben. Die Folge sei der Diebstahl von Hunderten, wenn nicht Tausenden von Computern gewesen.

Ende August war die Deutsche Bank mit einer ähnlich lautenden Klage auf 500 Millionen Dollar Schadenersatz gescheitert. Der Richter hatte zwei Klagepunkte abgewiesen, eine Wiederholung der Eingabe in zwei weiteren Punkten bis zum 13. September aber zugelassen.

DPA

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